Bündnis 90/Die Grünen

Thematische Artikel im Kreisverband

"Geschäftsbericht der Stadtwerke Windsbach"

Aus der Werkausschusssitzung

22.07.26 –

Windsbach: In der Sitzung waren neben den Ausschussmitgliedern, den Mitarbeitenden der Verwaltung auch noch Herr Möbius und Herr Feinauer von den Stadtwerken anwesend. Weiter war Frau Engelhardt, sowie Herr Göken vom Büro Göken-Pollak-Partner zugegen. Zuhörer, sowie ein Vertreter der FLZ waren nicht vor Ort.

Nach der Genehmigung des Protokolls der vorhergehenden Sitzung bat Bürgermeister Matthias Seitz Herrn Göken sich und sein Büro vorzustellen. Herr Göken leitet ein Büro, das bundesweit tätig ist und für die Stadtwerke Teile der Buchhaltung erledigt, sowie den Jahresabschluss erstellt. Frau Engelhardt übernimmt hier den Kontakt zu den Stadtwerken.

Bürgermeister Seitz bat darauf Herrn Möbius, den Werkleiter der Stadtwerke einen kurzen Zwischenbericht zum laufenden Geschäftsjahr abzugeben.

Herr Anton Möbius führte zunächst aus, dass sich die Geschäftsbereiche der Stadtwerke auf den Bereich Strom-Netz, Strom-Vertrieb und die Wasserversorgung Stadtwerke aufteilen. Er  informierte weiter, dass die üblichen Kassengeschäfte durch eigene Mitarbeitende erledigt werden. Im Anschluss präsentierte er die Zahlen der jeweiligen Geschäftsbereiche für den Zeitraum vom 1.1. bis zum 31.5.2026. Die Bereiche bewegen sich alle im geplanten Bereich.

Weiter erwähnte er, dass die Stadtwerke derzeit noch 5 E-Ladesäulen betreiben. Dieser Teilbereich schreibe schwarze Zahlen. Allerdings dürfen Netzbetreiber aufgrund der Rechtslage jetzt keine Landsäulen mehr betreiben. Deshalb müssen die Werke diese an andere Betreiber abgeben.

Die Stadtwerke verwalten in ihrem Versorgungsgebiet aktuell eine installierte EEG-Gesamtleistung von ca. 10,50 MW. Der Strombezug durch die Kunden der Stadtwerke beläuft sich derzeit auf ca. 2,5 MWh.

Herr Feinauer stellte einige Projekte vor, die in nächster Zeit umgesetzt werden. So wird in der Lärchenstraße auf einer Länge von 230m die Wasserleitung ersetzt. In diesem Bereich gab es an der 50-60 Jahre alten Gussleitung in letzter Zeit vermehrt Rohrbrüche. Gleichzeitig werden die Stromleitungen durch die Stadtwerke getauscht. Ebenfalls wird die Straßenbeleuchtung erneuert. Ein weiteres Projekt ist die Neuerstellung einer Trafostation im Bereich des Bauprojektes an den Feldwiesen. Hier muss der Standort noch geklärt werden.

Zum Stromausfall am Samstag, den 16.Mai erläuterte Herr Feinauer den Sachverhalt. Die sonnigen Wetterbedingungen sorgten dafür, dass  zuviel PV-Strom in städtische Netz eingespeist wurde. Hierbei stellte sich heraus, dass die Sicherungsmaßnahmen der Stadtwerke unzureichend waren. Dies lag auch an einer Einstellung aufgrund einer Berechnung aus dem Jahr 2018. Derzeit überwachen die Stadtwerke die Situation mit eigenem Personal.

Abhilfe soll eine neue Netzberechnung schaffen. Derzeit sind nur ca.40 PV-Anlagen ansteuerbar, und somit auch abschaltbar. Dies soll durch einen weiteren Ausbau mit Smart-Meter-Gateways und den dazugehörigen Steuerboxen erweitert werden. Weitere Investitionen sind nötig, um die Überwachung und Regelung im Windsbacher Netz voll zu automatisieren.

Anmerkung der Redaktion:

Smart Meter (auch iMSys genannt) sind intelligente Messsysteme, die sich aus einem digitalen Stromzähler (moderne Messeinrichtung) und einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway, zusammensetzen. Die Zählerstände werden automatisch an den Energieversorger und zuständigen Netz- oder Messstellenbetreiber übertragen.

Stadtrat Martin Schumacher fügte an, dass die Stadtwerke Windsbach mit 25,4% Austauschquote bei dem Smart-Meter-Pflicht-Rollout gut dabei sind. Er nannte Vergleichszahlen: Quelle Smart-Meter-Atlas

  • Stadtwerke Ansbach              5,8%
  • Stadtwerke Rothenburg         6,4%
  • Stadtwerke Feuchtwangen    26%
  • N-Ergie                                   13%
  • Bayernwerk                            25%
  • Infra Fürth                              45%

Weiter fragte Stadtrat Schumacher nach, ob die Stadtwerke Windsbach ein Strombilanzkreismodell umsetzen könnten.

Informationen dazu : 

Strombilanzkreismodell - LEKA-MV

Herr Möbius verwies darauf, dass die PV-Anlagen der Stadt derzeit auf einen hohen Eigenverbrauch von bis zu 95% kommen. Prinzipiell sei es den Stadtwerken möglich ein derartiges Modell umzusetzen.

Weitere Anfragen in öffentlicher Sitzung gab es nicht.

 

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