
15.02.26 –
Ansbach. Die Bürgerinitiative gegen den Umzug der Touristen-Information vom Stadthaus ins Borkholder-Haus hat gute Gründe, diese Kapriole von Verwaltung und CSU abzulehnen.
Bündnis 90/Die Grünen waren schon bei der Diskussion um die Sanierung des Borkholder-Hauses gegen Maßnahmen, die weit über die Wiederherstellung der Nutzung als Spielstätte für die Theatergenossenschaft hinausgehen.
Das durch Verschulden der Stadt geschlossene Haus muss so schnell wie möglich der Theatergenossenschaft wieder als Spielstätte zur Verfügung stehen. Schon allein das reine Beseitigen der Schäden und Mängel ist sehr zeitaufwändig, da sind zusätzliche Umbauten und Rochaden kontraproduktiv.
Zudem stießen die Pläne der Stadt beim Theater nicht gerade auf Begeisterung. Insbesondere der Umzug der Tourismusinformation wurde kritisiert, denn er würde eine große zentrale Fläche dem Theaterbetrieb entziehen, der in dem historischen Gebäude sowieso schon unter Raumnot leidet.
Stellen Sie sich vor, es ginge um ihre Wohnung: Überspitzt formuliert, sind die Räume behördlich geschlossen worden, weil der Vermieter sich beim Bau über die Sicherheitsvorschriften hinweggesetzt hat und eine tragende Wand einzustürzen droht. Ersatzräume zu besorgen hält der Vermieter genauso wenig für notwendig wie einen Verzicht auf Ihre Mietzahlungen.
Dafür verspricht er Ihnen, die Räume beim Sanieren besser auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden. Allerdings müssen Sie akzeptieren, dass die Tochter des Vermieters jetzt tagsüber das zentrale Wohnzimmer als Büro benützt.
Dazu kommt: Unser zentraler Schloßplatz ist zwar eine optische Perle, aber eben auch DER Ansbacher Verkehrsknotenpunkt. Lärm der sich hier kreuzenden Hauptstraßen und des Busbetriebs,, verstärkt durch das Kopfsteinpflaster, vernichtet jede Aufenthaltsqualität, auch in den angrenzenden Räumen.
Die Touristen meiden den Schloßplatz deshalb und begeben sich von dort gerne in die Ruheoase Altstadt. Auf die Touristeninformation im Stadthaus treffen sie ganz automatisch.
Fazit: Das Erdgeschoss des Stadthauses ist das Zentrum und die wertvollste Lage unserer Stadt! Eine andere Nutzung als die jetzige Anlaufstelle für Bürger und Touristen ist für uns Grüne nicht ausgeschlossen. Aber dann muss zuerst bekannt sein, was für diese Fläche vorgesehen ist und offen mit allen Beteiligten diskutiert werden, ob dies von der Stadtgesellschaft gewünscht wird und den Auszug des Amtes für Kultur und Tourismus rechtfertigt.
Außerdem muss klar sein, was der geplante Umzug den Steuerzahler wirklich kostet.
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