
22.04.26 –
Kreistagsfraktion. Bei bestem Wetter fanden sich am Ostermontag zahlreiche Interessierte in Breitenau am Gemeinschaftshaus ein. Das Bündnis „Bürgerforum Wörnitztal mit Zukunft - für eine lebenswerte Heimat“ e.V. hatte, wie jedes Jahr aufgerufen, friedlich ein Zeichen gegen das Projekt InterFranken zu setzen.
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wehrt man sich nun schon gegen ein Vorhaben ohne jegliche zielführende und nachhaltige Planung. In den letztem 25 Jahren kam es zu keinen brauchbaren Ergebnissen, dafür verschlingt es enorme Summen und belastet die Haushalte von Kommunen und Landkreis.
Nach der Begrüßung des Vorsitzenden des Bündnisses, Herrn Binder, folgte der traditionelle Spaziergang an die Stelle, von wo man die Flächen, die einem Gewerbe- und Logistikpark o.ä. geopfert werden sollen, am besten überblicken konnte.
Im Anschluss fand man sich wieder im Gemeinschaftshaus ein. Nachdem alle gut versorgt waren und Leckeres der Region genossen, ergriff Martin Stümpfig, MdL, das Wort. Er zeigte deutlich die vielen Schwachstellen des Projektes auf, und verwies darauf, dass InterFranken bereits Millionen verschlungen habe – ohne Ergebnisse zu liefern. Schlagworte wie Hy-Starter oder Güterverkehrskonzepte seien Luftschlösser und für dieses Projekt kaum umsetzbar, betonte Stümpfig.
„Jetzt seien die Karten neu gemischt – 5 neue Bürgermeister und ein neuer Landrat. Jetzt sei es wichtig, nochmal alle Energie aufzuwenden, um InterFranken endlich zu beenden!“, motivierte Martin Stümpfig alle Beteiligten des Bürgerforums.
Zudem war es den Verantwortlichen für den Ostermarsch gelungen, Barbara Metz als Hauptrednerin zu gewinnen. Frau Metz ist Bundesgeschäftsführerin der „Deutschen Umwelthilfe“ (DUH). Bereits im Voraus betonte das Bürgerforum, dass man sich sehr über die Unterstützung von Frau Metz freue.
Zu Beginn Ihrer Rede machte Sie zunächst einmal deutlich, dass man auch friedlich, mit Verantwortung, Dialog und Weitblick für eine Sache einstehen könne.
Doch Frieden bedeute nicht nur, sich vom Krieg abzuwenden. Vielmehr gehörten dazu auch eine intakte Umwelt, gerechte Lebensbedingungen und eine Zukunft, in der alle Menschen sicher leben könnten, so Metz.
„Doch wenn wir Natur verdrängen, Böden verlieren, schaffen wir neue Konflikte – Konflikte um Böden, Ressourcen und Raum“, erläuterte sie weiter.
Außerdem machte sie in ihrer Rede deutlich, dass ihr unsere Region auch persönlich sehr am Herzen liege. Franken sei Ihre Heimat, hier gebe es Kindheitserinnerungen, Landschaften, die sie geprägt hätten.
Für eine lebenswerte Zukunft sei es wichtig, unsere Böden zu schützen, als Flächen für Landwirtschaft und damit die Produktion von Lebensmitteln, als CO2- und Wasserspeicher. Böden seien hochkomplexe Ökosysteme, die sich über Jahre bildeten und innerhalb von Stunden zerstört werden könnten.
Die Forderungen an die Politik seien klar und deutliche: Schutz von fruchtbaren Ackerflächen, verbindliche Pestizidgrenzen, stärkere Förderung von ökologischen Anbauformen.
Einhergehend damit sei trotzdem Entwicklung und Fortschritt möglich: Es gelte Leerstände zu nutzen und die Nachverdichtung in bestehenden Gebieten zu intensivieren. „Es MUSS NICHT die grüne Wiese sein!“
Wir sind gespannt, ob das Projekt InterFranken in dieser Form endlich ein Ende findet und man damit ein Millionengrab zuschüttet.
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