






18.01.26 –
Wie können mehr Frauen für die Kommunalpolitik gewonnen werden – und wie lassen sich die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sie langfristig Verantwortung übernehmen können? Mit der Veranstaltung „Bavaria ruft!“ in Leutershausen setzten engagierte Kommunalpolitikerinnen ein deutliches Signal. Bündnis 90/Die Grünen war dabei maßgeblich an Konzeption und Umsetzung beteiligt.
Lisa Renz-Hübner, Bezirksrätin der Grünen, gehörte zum parteiübergreifenden Organisationsteam und brachte gemeinsam mit Christina Seiferlein (CSU), Kathrin Pollack (SPD) und Renate Hans (FW) Frauen aus der Region zum Austausch zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, Frauen zu ermutigen, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen und konkrete Ansatzpunkte für eine frauenfreundlichere Kommunalpolitik zu
entwickeln.
„Frauen kandidieren nicht deshalb seltener, weil sie weniger kompetent oder weniger interessiert sind, sondern weil politische Strukturen oft nicht zu ihrer Lebensrealität passen“, betonte Lisa Renz-Hübner. „Genau darüber müssen wir sprechen – offen, ehrlich und mit dem Willen zur Veränderung. Deswegen freut es mich sehr, dass wir es mitten im Kommunalwahlkampf geschafft haben, parteiübergreifend Politikerinnen zusammenzubringen.“
In Panels und Diskussionen standen persönliche Wege in die Kommunalpolitik, strukturelle Hürden und der Umgang mit Gegenwind im Mittelpunkt. Grüne Kommunalpolitikerinnen wie Sabine Stein Hoberg, Franziska Wurzinger und Sophia Göppel-Kraft brachten dabei ihre Perspektiven ein.
„Die Entscheidung, sich politisch zu engagieren ist kein "Entweder-Oder", sondern muss mit der Familie vereinbar sein. Deswegen setzen wir Grüne uns für familienfreundliche Strukturen in der Kommunalpolitik ein“, so Franziska Wurzinger.
Im Podiumsgespräch unterstrich Sabine Stein-Hoberg die Bedeutung verlässlicher Unterstützung: „Wir sind ein gutes Team in der Fraktion, das hilft sehr. Wir sind alle gut vorbereitet und fleißig. Wenn ich dann in der Sitzung Fragen habe, frage ich. Und es passiert schon, dass ein Kollege dann kaum glauben kann, dass ich die Unterlagen tatsächlich alle gelesen habe.“
Im Ausblick auf künftige Verbesserungsmöglichkeiten unterstrich Sophia Göppel-Kraft: "Für eine Politik, die zu unserem Leben passt, möchten wir überparteilich an einem Strang ziehen und brauchen dafür familienfreundliche Strukturen:
1) Die Möglichkeit zur Online-Teilnahme an Sitzungen,
2) die Erstattung von mandatsbedingten Betreuungskosten und
3) familienfreundliche Sitzungszeiten. Dafür setze ich mich seit vielen Jahren - auch über unser grünes Mütternetzwerk Bayern - ein.
Moderiert wurde die Diskussion von Gudrun Bayer, Chefredakteurin der Fränkischen Landeszeitung. Neben den grünen Beiträgen brachten sich Christina Seiferlein, Elke Homm-Vogel, Petra Hinkl und weitere Kommunalpolitikerinnen ein. Einen Ausblick auf notwendige strukturelle Verbesserungen gaben Michaela Ebner, Carola Günthner-Hoppe und Renate Hans.
Für Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Ansbach ist klar: Mehr Frauen in der Kommunalpolitik stärken Demokratie und Entscheidungsqualität vor Ort. Dafür braucht es gezielte Unterstützung, zeitgemäße Strukturen und eine politische Kultur, die Vielfalt ermöglicht und fördert.
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