Bündnis 90/Die Grünen

in Stadt und Landkreis Ansbach

Aus dem Ausschuss für Bildung, Familien, Jugend, Senioren und Sport

"Reduzierung der Gebühren zur Ferienbetreuung"

03.07.24 –

Windsbach: In der Sitzung des Ausschusses waren neben den Ausschussmitgliedern und den Mitarbeiterinnen der Verwaltung, die Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Frau Einzinger, die Leiterin der Ganztagesbetreuung an der OGTS Frau Pregler, und noch sieben Zuhörende anwesend. Zuerst wurde das Protokoll der letzten Ausschusssitzung vom 26. Juli letzten Jahres genehmigt. Unter dem Punkt Bekanntgaben erwähnte Bürgermeister Matthias Seitz, dass das Angebot des Windsbacher Ferienpasses erweitert wurde. Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 14.Juli. Das Angebot der VHS wird ebenfalls erweitert. Hier kann man sich ab dem 31.Juli anmelden.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Ergebnisvorstellung der Jugendbefragung vom letzten Jahr. Hier übernahm Frau Baumgärtner aus der Stadtverwaltung die Präsentation. In dieser Befragung konnten alle Windsbacher Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ihre Wünsche anbringen. Die Online-Befragung wurde an 470 Jugendliche versandt.149 Jugendliche füllten den Fragebogen aus und sendeten ihn zurück. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 31 %. Neben der Beantwortung allgemeiner Fragen zum Alter, Geschlecht und zum Wohnort konnten die Jugendlichen vielfältige Wünsche anbringen. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Orte zum Treffen
  • Mehr Freizeitangebote, auch im sportlichen Bereich
  • Verbesserte Sportstätten
  • Sanierung des Minifußballfeldes
  • Bessere ÖPNV-Anbindung

Frau Baumgärtner leitete aus der Umfrage verschiedene Handlungsfelder ab. Kurzfristig erreichbare Ziele wären:

  • Bessere Vernetzung der Akteure in Windsbach
  • Die Arbeit und das Angebot örtlicher Vereine sollte sichtbarer gemacht werden.
  • Gezielte Vermarktung der bestehenden Sportangebote
  • Bereits vorhanden ist der Ferienpass, die Stadtbücherei und die VHS.

Hier wäre es ebenfalls zielführend, mehr Angebote für den Altersbereich von 12-17 Jahren zu schaffen.

Als längerfristiges Ziel könnten Kooperationen mit anderen Kommunen, sowie die Schaffung eines Jugendzentrums angedacht werden, so Frau Baumgärtner. Bürgermeister Seitz rief die Ausschussmitglieder auf, sich mit Ideen in die Gestaltung der Jugendarbeit einzubringen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt gab die Schulleiterin Frau Doris Einzinger einen Bericht zur Grund- und Mittelschule ab. So werden in der Grundschule im Schuljahr 2024 / 25 voraussichtlich 12 Klassen gebildet. In der Mittelschule werden dies neun Klassen sein. Die Anzahl der Schüler:innen wird sich dann auf insgesamt 447 belaufen. In der Mittelschule kommen 87 Schüler:innen aus Windsbach; 62 Schüler:innen kommen aus Heilsbronn und weitere 29 Schüler:innen aus anderen Kommunen der Region.

Die Vorstellung der OGTS übernahm deren Leiterin Frau Pregler. In der OGTS werden im Schuljahr 2024 / 25 voraussichtlich 7 Langzeit- und 4- Kurzzeitgruppen gebildet. Da aufgrund der hohen Inanspruchnahme dieses Angebotes eine Raumknappheit an der Schule herrscht, ziehen die Mittelschüler der OGTS in Räume des Knabenchores. Das Angebot der Ferienbetreuung nutzten derzeit etwa 50-60 Kinder.

Frau Einzinger stellte im Anschluss die „Digitale Schule der Zukunft“ vor. So soll bis 2028 jedes Kind ein eigenes Endgerät erhalten. Der Freistaat wird die Anschaffung dieser Geräte voraussichtlich mit 350 € fördern. Die Eltern sollen die darüberhinausgehenden Kosten übernehmen. Die Geräte gehören dann aber den Schüler:innen und nicht der Schule. Die Schulsozialarbeit wird in Windsbach eine Vollzeitstelle bekommen. Die Kosten dafür übernimmt der Freistaat ganz.

Bürgermeister Seitz bedankte sich im Anschluss bei Frau Einzinger und Frau Pregler für den umfangreichen Bericht. Erfreulich sei weiter, dass der Bestand der Mittelschule durch die Kooperation mit der Stadt Heilsbronn langfristig gesichert sei. Allerdings werden zusätzliche Räume nötig werden. Hier sei die Stadt gefordert.

Im Anschluss wurde die bereits beschlossene Erhöhung der Elternbeiträge zu der Ferienbetreuung schulpflichtiger Kinder erneut beraten. In der letzten Sitzung des Stadtrates wurden die Nutzungsgebühren von 20 € / Woche auf 100 € / Woche erhöht. Die Erhöhung sollte ab sofort erfolgen. Dies führte nach Aussage der Verwaltung zu erheblicher Unzufriedenheit der Eltern.

Bürgermeister Matthias Seitz erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die Ferienbetreuung eine freiwillige Leistung der Stadt Windsbach sei. In den letzten Jahren sei das dabei entstandene Defizit erheblich angestiegen. So läge das Defizit derzeit ca. bei 400 Tsd.€ im Jahr. Allerdings habe die Verwaltung aufgrund der Beschwerden der Eltern einen neuen Vorschlag erarbeitet. So könnte die Erhöhung in diesem Jahr geringer ausfallen, als die die bereits beschlossen wurde. Der neue Vorschlag beliefe sich für dieses Jahr auf eine Höhe von 50 € / Woche. Ab dem Jahr 2025 soll die wöchentliche Gebühr auf 75 € steigen. Stadträtin Lisbeth Zwick verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sie bei den Beratungen zur Erhöhung auf 100 € / Woche nicht dabei gewesen sei. Sie hätte diese aber abgelehnt. Einer Erhöhung auf 50 € / Woche könne sie aber zustimmen. Zahlreiche Stadträte verwiesen darauf, dass Windsbach eine familienfreundliche Kommune sei und dies auch bleiben wolle. Zum Schluss fasste der Ausschuss einen Beschluss indem dem Stadtrat eine Rücknahme der bereits beschlossenen Erhöhung empfohlen wurde. Für dieses Jahr sollen dann Gebühren von 50 € / Woche und ab 2025 eine Höhe von 75 € / Woche festgesetzt werden. Den endgültigen Beschluss solle der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung fassen.

Frau Baumgärtner gab danach noch einen Bericht zur Situation der Stadtbücherei ab. So seien ca. 18.000. Medien im Angebot. Es gäbe Termine für Schulklassen und Vorlesestunden für unsere Kleinsten. Man habe derzeit ca. 16.000. Ausleihungen im Jahr. Man plane weitere Angebote um die Attraktivität der Bücherei weiter zu steigern.

Unter dem Punkt Anfragen meldete sich Stadtrat Horst Ulsenheimer. Seine Frage bezog sich auf das Stadtfest 2025. Bürgermeister Seitz gab dazu bekannt, dass es hier schon Überlegungen gäbe. Man plane derzeit mit einem Termin am Pfingstwochenende.

Danach schloss er die öffentliche Sitzung.

 

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