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PM 25.01.2012 - Diskussion um den Ausbau der BAB 6 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 25 Januar 2012

Intelligente Lösungen sind gefragt!

Landratskandidatin Claudia Stamm: - Eine Lösung für die A6 muss innovativ, bürgerorientiert und bezahlbar sein!

 

Claudia Stamm sagt zur Diskussion um die A6: „Keine Frage, die BAB 6 ist in die Jahre gekommen. Die traditionsreiche Verkehrsachse ist seit 1989 wachsenden Belastungen ausgesetzt und wird in vielen Bereichen der aktuellen Verkehrslage nicht mehr gerecht. Schlängelt sich die BAB 6 über 477 Kilometer Gesamtlänge durch fünf Bundesländer, so ist insbesondere auch der Landkreis Ansbach betroffen. Eigentlich sind die Gründe der Probleme in einer absolut verfehlten Verkehrspolitik auf Bundesebene zu suchen. Dies ist allerdings für die Lösung aktueller Probleme genauso wenig zielführend wie der reflexartige Ruf nach einem Vollausbau auf sechs Spuren. Zwar sind die Entscheidungen, die im Bundesverkehrsministerium getroffen werden, vom Landkreis nur indirekt zu beeinflussen, aber eben deshalb ist es um so wichtiger, bezahlbare Ideen zu haben. Jeder, der heute den Bürgerinnen und Bürgern den Vollausbau verspricht, muss auch zugeben, dass dieser aufgrund der fehlenden Mittel im Bundesverkehrswegeplan unwahrscheinlich bis völlig illusorisch ist. Zumindest würde er sich über Jahrzehnte hinziehen. Gleichzeitig müsste man erklären, wie man den enormen Flächenverbrauch rechtfertigen will, den absehbaren Widerstand kanalisieren möchte und den notwendigen Schutz der betroffenen Bürger umsetzt. Claudia Stamm, die Landratskandidatin der Grünen, spricht sich deshalb für innovative, intelligente, bürgerorientierte und bezahlbare Lösungsansätze aus. In diesem Zusammenhang fordert sie, das bereits erprobte Modell der "intelligenten Autobahn" mit modernen Verkehrsmanagementsystemen und "Freigabe von Seitenstreifen während der Spitzenbelastungszeiten" stärker in den Fokus zu nehmen. Eine solche Variante bietet die Lösung für eine Vielzahl der bestehenden Probleme, senkt die Kosten, steigert die Sicherheit und begrenzt die Notwendigkeit, die Autobahn noch stärker in die Landschaft und damit an Dörfer und Städte heranwuchern zu lassen. Wie realistisch dieser Ansatz ist, zeigen auch aktuelle Anpassungen in den Positionen des Bundesverkehrsministeriums, die ein Umdenken zugunsten intelligenter 4+2-Ausbaulösungen signalisieren. Claudia Stamm betont allerdings auch, dass aus ihrer Sicht jede Planung von regionalen oder überregionalen Projekten nicht mehr ohne einen ehrlichen und offenen Planungsdialog auskommen kann. Nur ernstgemeinte Bürgerbeteiligung schafft Vertrauen und Akzeptanz. Die Arbeit von Politikern und Beamten kann nur gewinnen, wenn diese den Bürgerinnen und Bürgern zuhören und deren Meinung ernst nehmen."
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Große Demo gegen Rechts PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 24 Januar 2012

MACHT MIT !

aus aktuellem Anlass (Neonazi-Angriff auf eine linksalternative Kneipe in Ansbach) wird in Ansbach am Freitag, den 3.2.12, eine große Demonstration gegen Rechts stattfinden.

Beginn ist 16:00 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz.
Träger der Veranstaltung sind der neu gegründete Antifaschistische Koordinierungskreis Ansbach (AKA), die Lokale Allianz gegen Rechtsextremismus Ansbach (LARA) sowie Stadt und Landkreis Ansbach.

 

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PM 21.12.2012 - Zustand beim Naturschutz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 23 Dezember 2011

Informationsbesuch beim BN -
Claudia Stamm informierte sich beim Bund Naturschutz

(Ansbach, 21.12.2011)
Über die Situation des Naturschutzes im Landkreis informierte sich die Landratskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, MdL Claudia Stamm zusammen mit ihrer Ansbacher Kollegin Renate Ackermann beim Bund Naturschutz. Im Mittelpunkt standen dabei Arten- und Biotopschutz, Waldbau, Energie, Verkehr und regionale Wirtschaftsentwicklung.

Bei der Energiepolitik stellte Kreisvorsitzender Bernd Horbaschek als wichtigsten Schritt das Einsparen von Energie heraus. Nur bei einem deutlich reduzierten Energieverbrauch könne die Wende hin zur Versorgung mit 100 % „Regenerativen“ gelingen. Deshalb haben Gebäudesanierungen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich bis hin zum Passivhausstandard erste Priorität. Mit etwa 70 % regenerativ erzeugtem Strom liege der Landkreis schon sehr gut. Man dürfe aber auch bei 100 % nicht stehen bleiben, weil das Land zu einem hohen Anteil auch die Ballungsräume mitversorgen müsse. Kritisch fügte er an, dass für diese erfreuliche Zahl zu einem beträchtlichen Anteil die fast 180 Biogasanlagen im Landkreis verantwortlich sind. Durch ständigen Energie-Input, Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion, geringe Reststoffnutzung, schlechten Wirkungsgrad, meist völlig unzureichende Wärmenutzung etc. sei deren Ökobilanz im Vergleich zu anderen „Regenerativen“ schlecht. Bei Biogas habe man im Landkreis das Ende der Fahnenstange schon überschritten.

Dagegen herrsche bei der deutlich effizienteren Windkraft großer Nachholbedarf, auch wenn sich in den letzten Monaten einiges bewegt hat. Claudia Stamm sprach sich für eine deutliche Steigerung des Windstromanteils in Form von Bürger-Windkraftanlagen aus und kann sich dabei auch eine aktivere Rolle des Landkreises vorstellen: „Die Bürger müssen mit ins Boot, die Wertschöpfung der Energieerzeugung soll weitestgehend die Region stärken und sie ein Stück unabhängiger machen.“

Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther informierte über die schlechte Situation bei der hoheitlichen Unterschutzstellung von Flächen: Im Landkreis seien weniger als 0,3 % der Flächen als „Naturschutzgebiet“ oder „Landschaftsbestandteil“ behördlich geschützt, bayernweit seien es 3 %.

Dagegen stehe der Landkreis dank engagierter Arbeit der zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt beim Vertragsnaturschutz mit etwa 3.500 Hektar Vertragsfläche in Bayern an der Spitze. Dabei erhalten Landwirte für freiwillige Vertragsabschlüsse Prämien für extensive Bewirtschaftung ökologisch wertvoller Flächen. Dies sei allerdings gefährdet, weil derzeit für Neuabschlüsse aufgrund der zu geringen Mittelbereitstellung der Staatsregierung kein Geld da sei. Auch müssten die Prämien höher sein, um für einen Landwirt gegenüber Intensivbewirtschaftung eine attraktive Alternative zu sein. „Ich finde es sehr schön, dass beim Vertragsnaturschutz so viel passiert ist und ich sehe dies als positives Beispiel dafür, dass der Landkreis im gesamten Naturschutz mehr erreichen kann und ich werde mich dafür einsetzen, dass der Landkreis in Zukunft eine aktivere Rolle spielen wird“, so Claudia Stamm.

Einigkeit herrschte auch bei der Frage nach der Aktivierung der Bahnlinie Dombühl-Nördlingen. Claudia Stamm: „Für mich liegt in der reaktivierten Bahnlinie viel Potential für die Region, nicht nur bei der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und der erheblichen Verkürzung von Fahrzeiten, sondern auch Perspektiven, dass mehr Güter auf den Gleisen statt über die Straßen laufen könnten.“ Eine Vielzahl positiver Impulse sind zu erwarten, die sich in Verbindung mit dem bevorstehenden Stundentakt in Dombühl verstärken: Der Tourismus wird profitieren, da die Erreichbarkeit eines Ortes mit dem Zug für viele Menschen (z. B. Kulturtourismus Dinkelsbühl/Feuchtwangen, Rad- und Wandertouristen, Senioren) ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Zieles sei. Profitieren werden auch viele Berufspendler einschließlich Azubis, wo für viele ein zuverlässiger Schienen-Stundentakt ein Grund sein kann, vom PKW auf den Zug umzusteigen. Und nicht zuletzt erwartet der BN auch, dass unter solchen Voraussetzungen viele Produktionsbetriebe dem ermutigenden Beispiel einiger namhafter Betriebe folgen und einen Teil ihres Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagern. Damit werde der Landkreis auch rasch aus seiner mittelfränkischen Schlusslichtrolle beim derzeitigen Anteil des öffentlichen Personen-Nahverkehrs von lediglich 3 % herauskommen.


Helmut Altreuther (Geschäftsführer des Bund Naturschutzes Kreisgruppe Ansbach)
Claudia Stamm (Landratskandidatin, MdL)

 Image

 Bild: Bernd Horbaschek, Helmut Altreuther, Renate Ackermann, Claudia Stamm (von links nach rechts)

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