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Erneut technische Probleme beim Atomkraftwerk Isar 1 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 04 Februar 2010

 Ältestes bayerisches AKW muss zehn Tage vom Netz – Grüne fordern Aufklärung

Bayerns ältestes Atomkraftwerk Isar 1 hat technische Probleme und muss für 10 Tage vom Netz genommen werden. Wie der Betreiber E.on mitgeteilt hat, handelt es sich wahrscheinlich um einen Brennelemente Defekt, der durch erhöhte Radioaktivität im Reaktorwasser festgestellt wurde. Die Grünen im Landtag sind alarmiert: „Eine so lange Zwangspause für das AKW Isar 1 ist außergewöhnlich“, sagte der energiepolitische Sprecher Ludwig Hartmann. Immerhin müsse der Betreiber durch die ausfallende Stromproduktion mit Mehrkosten von rund einer Million Euro am Tag rechnen. „Der Stillstand kann also mit bis zu 10 Millionen Euro zu Buche schlagen. So eine Summe setzt E.on nur aufs Spiel, wenn es keine Alternative zur Abschaltung gibt.“ Wie E.on ebenfalls bekannt gegeben hat, ist es schon Mitte vergangener Woche zu einem Ausfall eines Transformators gekommen. „Das erinnert an die Transformatorprobleme bei Atomkraftwerken ähnlicher Bauart, nämlich die Pannenreaktoren von Krümmel und Brunsbüttel“, so Ludwig Hartmann. Auch Isar 1, das seit 1977 am Netz ist und nach dem Atomausstiegsgesetz spätestens 2011 abgeschaltet werden müsste, zählt zu den besonders störanfälligen Siedewasserreaktoren der Baulinie 69. Die Grünen hatten aktuell mit einem umfassenden Gutachten auf die besonderen Sicherheitsprobleme dieser Altanlagen aufmerksam gemacht: „Gerade alte Reaktoren dieser Generation haben massive Verschleißerscheinungen und sind durch ihre ganze Bauweise nicht auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik“, so Ludwig Hartmann. Gänzlich unverantwortlich sei es vor diesem Hintergrund, wenn der bayerische Umweltminister Söder für alle Atomkraftwerke eine Laufzeitverlängerung um 10 Jahre fordere. „Wir erwarten von Söder, dass er den Landtag umfassend über die aktuellen technischen Probleme bei Isar 1 informiert und dabei auch endlich Stellung bezieht zu den massiven Sicherheitsproblemen, mit denen das AKW zu kämpfen hat.“

Widerstand gegen Röttgens Kürzungspläne wächst PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 04 Februar 2010

Die angekündigten drastischen Kürzungen für den Photovoltaiksektor des Umweltministers stoßen auf immer mehr Widerstand. Selbst aus den eigenen Reihen tönt es jetzt, dass die zusätzlichen Kürzungen um 15% bei Dachanlagen und bis zu 25% für Freiflächen zu schnell kommen und für viele Unternehmen aus der Branche nicht verkraftbar seien. Kritik kommt dabei vor allem aus den Neuen Bundesländern die im hohen Maße auf die Erneuerbare Energiebranche als Wachstumsfaktor setzen. So drohen neben Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff von der CDU auch der Sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok von der FDP mit einem Veto im Bundesrat. Beide beurteilen den Vorschlag Röttgens als „zu drastisch und zu schnell“. Mit den Laufzeitverlängerungen für Atom-Kraft-Werke sowie den angekündigten Kürzungen entfernt sich die Deutschland immer weiter von der von Röttgen ausgerufenen „Revolution im Energiesektor“ (aus seiner Rede zum Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie am 28.01.2010). Damit ris kiert Deutschland seinen bisherigen technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung auf Jahrzehnte zu verlieren. Es lohnt weiterhin auf die Abgeordneten von CSU, CDU und FDP zuzugehen und ihnen bewusst zu machen, was auf dem Spiel steht. Noch ist die Entscheidung im Bundestag nicht beschlossen, wir erwarten Sie Ende März.

Hände weg von der Nürnberger Abendzeitung PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 04 Februar 2010

Oschmann will fränkische Lokalredaktion übernehmen – Grüne kritisieren Konzentrationsprozess

Die Landtagsgrünen haben die Pläne der Mediengruppe Oschmann, die Nürnberger Abendzeitung zu übernehmen, heftig kritisiert: „Damit würde die Medienvielfalt erneut massiv beschnitten“, sagte die medienpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Schon jetzt seien in der Oschmann-Gruppe mit ihrer Vielzahl von Beteiligungen an Verlagen und Lokalsendern zu viele Medien in einer Hand konzentriert. „Eine Übernahme der Nürnberger Abendzeitung verschärft die Medienkonzentration und schränkt die Meinungsvielfalt ein.“ Keinen Glauben schenkt Ulrike Gote den Beteuerungen, mit der Übernahme durch die Oschmann-Gruppe würde die regionale Ausrichtung des Nürnberger Boulevardblattes verstärkt. „Dieses Versprechen hat Oschmann schon bei der Übernahme zahlreicher regionaler Radio- und TV-Sender nicht eingehalten.“ Die Grünen hoffen nun auf das Bundeskartellamt, das die Übernahme derzeit prüft und wollen die Oschmann-Pläne auch zum Thema im Landesmedienrat machen.

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