Wunder Welt Wiese -

vom unglaublichen Leben in der Wiese

31. Jan. 2019 –

Schernberg/Herrieden. „Blumenwiesen sind ein Hotspot für Artenvielfalt. Sie glauben ja nicht, was da alles drin ist! – Am Anfang sehen Sie natürlich nichts, aber wenn Sie mal nur fünf Stunden lang einen einzigen Quadratmeter davon betrachten: Das ist unheimlich interessant, was Sie da alles beobachten können!“ – Leicht ungläubiges und etwas unsicheres Lachen beim Publikum im völlig überfüllten Großen Saal beim Bergwirt in Herrieden-Schernberg: Meint der das wirklich ernst!? – Aber Roland Günter hat das ernst gemeint und in immer neuen und verblüffenden Bildern ein wahres Feuerwerk an Leben in diesem Quadratmeter Wiese entzündet. Es war wirklich kaum zu glauben, auch, wie ein Mann einen solchen Quadratmeter – nein, nicht fünf Stunden, sondern viele Wochen lang Tag für Tag beobachten und mit der Kamera dokumentieren und dann ein großes Publikum damit anderthalb Stunden lang wirklich fesseln kann. Dem studierten Forstingenieur und Naturfotografen sind bei seiner Arbeit auch Aufnahmen von bisher noch nie beobachtetem Verhalten von Tieren gelungen. Eindrucksvoll hat Günter die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Tieren und Pflanzen aufgezeigt. „Und das, was Sie hier auf diesem einen Quadratmeter Wiese sehen konnten, geschieht überall – auf der ganzen Wiese – auf allen Blumenwiesen – überall in der Welt. Das ist doch großartig, diese Vielfalt, diese Diversität! Und das wollte ich Ihnen zeigen, wie der Lebensraum Wiese funktioniert, damit Sie diesen Wert erkennen!“

In der anschließenden Aussprache wurde denn allerdings sehr schnell der Sinn hinter dieser ganz anderen Perspektive klar: Das ist das, was wir verlieren, wenn wir so weitermachen wie bisher und es ist alles andere als unerheblich, wenn es diese Vielfalt an Leben nicht mehr gibt. „Wir stehen nicht kurz vor dem Verlust der Biodiversität, sondern sind bereits mitten drin in diesem Prozess! Einzelne biologische Netzwerke sind bereits am Zusammenbrechen,“ betont Günter. Und wir setzen damit unsere eigene Nahrungsmittelproduktion aufs Spiel. Mit dieser Warnung wurde der Multivionsvortrag endgültig zum eindrücklichen Signal am Vorabend der Eintragungsfrist zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – zum Erhalt der Artenvielfalt. Egal, welche Einwände gegen einzelne Inhalte des Volksbegehrens erhoben werden mögen; wir müssen handeln und zwar schnell und entschieden. Für Freiwilligkeit ist keine Zeit mehr.

Entsprechend eindringlich waren dann auch zum Abschluss die Appelle der Sprecherinnen des Aktionsbündnisses, Isabella Hirsch (abl) und Maria Hetzel (ÖDP), die noch einmal alle aufforderten, ins Rathaus zu gehen, sich einzutragen und Familie, Freunde und Bekannte zu motivieren, sich ebenfalls einzutragen. Die Eintragungsfrist hat mit dem 31. Januar begonnen und geht bis zum 13. Februar. Dazu werden in den Rathäusern auch Sonderöffnungszeiten angeboten.

„Wenn Sie morgens mit Ihrem Hund Gassi gehen und einen Mann bäuchlings am Wegesrand liegen sehen, wundern Sie sich vielleicht. Wenn sich der selbe Mann Stunden später immer noch nicht gerührt hat, wird Ihnen die Sache vielleicht langsam suspekt. Und wenn abends der Mann immer noch unverändert an der gleichen Stelle liegt, überlegen Sie vielleicht langsam, einen Rettungswagen zu rufen. Aber keine Sorge: Das ist nur mein Mann,...“ – So beschreibt seine Frau Roland Günter. Aber warum macht er das? Das Ergebnis hat der studierte Forstingenieur und Naturfotograf nun im völlig überfüllten Großen Saal beim Bergwirt in Herrieden-Schernberg in einem Multivisionsvortrag präsentiert.

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