Wort halten!

Kein Aktionismus auf Kosten der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger!

27.07.21 –

Die Fraktion der Herrieder Bündnisgrünen fordert, Baumaßnahmen an Gesamtkonzepten auszurichten. Statt der Errichtung einer Betonwand am Radweg als Einzelaktion, ist die Entwicklung eines städtischen Aktionsplanes für Lärmschutz geboten.

Herrieden. Den Bau einer 3,50 Meter hohen, geschlossenen Betonmauer am Radweg von Herrieden nach Rauenzell entlang eines Industriebetriebes lehnen die Mitglieder der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ab. „Wie die den Stadtratsmitgliedern vorgelegten Untersuchungen und Gutachten zeigen: Diese Wand hat keinen wirksamen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Weder werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Schrotfeldes damit vor Lärm geschützt, noch wertet sie die Stadtzufahrt auf. Vielmehr beeinflusst sie die Lebensqualität direkt negativ, indem sie von Allerheiligen bis Valentinstag, also an 106 Tagen im Jahr, die Straße und den Radweg verschattet, vernässt und vereist!“, erläutert Stadtrat Matthias Rank.

Mauerbau gefährdet Sicherheit des Radverkehrs

Dass der nun beabsichtigte Mauerbau eine erhebliche Beeinträchtigung des Straßenverkehrs mit sich bringt, steht nach Ansicht der Bündnisgrünen außer Frage. „Wenn der Radweg, der erfreulicherweise von unzähligen Bürgerinnen und Bürgern mit dem Rad, Kinderwagen oder mit Rollschuhen genutzt wird, ein Drittel des Jahres im Schatten liegt und sogar die Staatsstraße im Herbst, Winter und Frühling dadurch vernässt und vereist, stellt der Bau einer 3,5 Meter hohen, 200 Meter langen und undurchlässigen Mauer eine enorme Gefahrenquelle dar!“, betont Stadtrat Max Hertlein. Ein solch dominierendes Mauerwerk würde zudem das Orts- und Landschaftsbild zerstören. Statt eines positiven Eindrucks durch die nun neu begründete, historisch bedeutsame Stiftsallee empfinge jeden Besucher eine Betonfestung, mit deren Anblick nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner des Schrotfeldes dauerhaft konfrontiert wären.

Bau- und Verkehrsausschuss getäuscht

Obwohl die Mehrheit der Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses in ihrer Sitzung vom 08.06.2021 der Errichtung einer lebensfreundlichen Mauer mit einer Höhe von 2,5 Metern zustimmte, wird die nun beantragte erhöhte und verdichtete Mauer ausschließlich mit dem Argument begründet, neue Lärmquellen ergäben sich aus anderen, bereits genehmigten Bauanträgen. „In aller Deutlichkeit weisen wir darauf hin, dass der Betriebstankstelle das gemeindliche Einvernehmen ausschließlich mit der Bedingung in Aussicht gestellt wurde, dass die damit verbundenen baulichen Veränderungen keine weitere Lärmquelle darstellen. Der Antrag der Errichtung einer 3,5 Meter hohen Mauer wird nun damit begründet, dass die genehmigten Neubauten nun doch Lärmquellen darstellen würden. Das ist vorsätzliche Täuschung!“, unterstreicht Stadtrat Norbert Brumberger.

Städtischer Aktionsplan für Lärmschutz

Statt der Befriedigung von Einzelinteressen müsse, so Rank, Lärmschutz kurzfristig angegangen, aber langfristig wirksam sein. „Das ist eine 3,50 Meter hohe, 200 Meter lange, undurchlässige Betonmauer keinesfalls! Sowohl das Fachbüro Vogelsang als auch die beiden städtischen Beauftragten für Waldungen und Grünflächen halten die Errichtung einer derartigen Mauer für nicht zielführend!“ Die grüne Stadtratsfraktion fordert deshalb alle Mitglieder des Stadtrates auf, gemeinsam einen Aktionsplan für wirksamen Lärmschutz zu erarbeiten, der Lärmemissionen tatsächlich verhindert und vorhandenen Lärmquellen wirksam begegnet! Dabei sollte sowohl in Bezug auf den Verkehrs- als auch den Gewerbe- und Industrielärm eine enge und offene Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben erfolgen.“

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