Umgehung- Nein Danke!

Eine Ortsbegehung mit MdL Martin Stümpfig

28.04.17 –

Am Freitag, dem 28. April 2017 besuchte Martin Stümpfig, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN, auf Einladung des Ortsverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Merkendorf und Umgebung die Stadt Merkendorf, um sich vor Ort anzuschauen, wo die geplante Ortsumgehung der B13 verlaufen soll.

Begleitet wurde Martin Stümpfig von Merkendorfer Anwohnerinnen und Anwohnern, sowie Bürgern aus Laubenzedel. Die Umgehung von Merkendorf ist Teil eines Gesamtprojektes von mehreren Ortsumgehungen entlang der B13, von der Autobahnanschlusstelle Ansbach bis Gunzenhausen. Neben der Ortsumgehung Merkendorf ist auch angedacht in Stadeln (Gemeinde Muhr am See) und Schlungenhof die letzten noch vorhandenen Ortsdurchfahrten auf der B13 zwischen Ansbach und Gunzenhausen zu beseitigen.  Die GRÜNEN Merkendorf sind entschieden gegen dieses Projekt, da es neben den hohen Kosten auch enorm viel Hektar Land in Anspruch nehmen wird, falls es umgesetzt wird. Allein für die Umgehung Merkendorf müssen Wiesen und landwirschaftliche Nutzflächen auf einer Strecke von 2400 Meter Länge weichen. Mit einer Breite von 25 m wird eine mächtige Schneise geschlagen und die Felder zerschnitten. Rechnet man dann noch die notwendigen Wirtschaftswege, Kreisverkehre, eine Unterführung und Lärmschutzmaßnahmen dazu, wird weit mehr als 8 ha wertvolles Ackerland verbaut.

Martin Stümpfig nutzte die Begehung, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und sich die Bedenken anzuhören. Gemeinsam war man sich einig, dass dieses Straßenbauprojekt gestoppt werden muss. Vergleicht man Zahlen der Verkehrszählungen aus dem Jahr 2005 mit denen aus dem Jahr 2010, hat die Belastung durch den Verkehr kaum zugenommen. Leider sind bis heute die Zahlen der Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 nicht veröffentlicht, weshalb wir GRÜNEN die Notwendigkeit der Umgehung nicht sehen. Wir GRÜNEN fordern die Veröffentlichung dieser Zahlen, bevor Projekte starten. „Der Bedarf für die Umgehung muss neu ermittelt werden. „so Martin Stümpfig. „Natürlich haben wir Verständnis für die direkten Anwohner der B13, die auf eine Entlastung durch Verlegung der Straße hoffen. Jedoch verlagert sich das Problem dann auf andere Anwohner. Und hier sind zahlreiche Bürger aus Merkendorf zusätzlich starkem Verkehrslärm ausgesetzt.“, so Stümpfig weiter, der als Umweltingenieur der Stadt Ansbach selbst jahrelang Lärmberechnungen bei Straßenbauten durchführte.

Martin Stümpfig stellt zudem das ganze Gesamtprojekt in Frage, er äußert die Befürchtung, dass damit eine attraktive Ausweisroute bzw. Abkürzung von Hilpoltstein (A9) über Gunzenhausen (B466) sowie Stadeln, Schlungenhof und Merkendorf, zur Anschlussstelle Ansbach (A6) entsteht und damit erst Recht eine Verstärkung des Gesamtverkehrs erreicht wird.

„Ein Ausbau der B13 u.a. hier in Merkendorf, aber auch in Stadeln und Schlungenhof, wie er geplant ist, führt mittelfristig zu mehr Durchgangsverkehr in unserer Region. Was uns bleibt ist Dreck und Lärm.“ so Anja Völkel, Sprecherin des Ortsverbandes.

Völkel ist außerdem davon überzeugt, dass es sich bei vielen Lkws um Mautpreller handelt, die gerne bei Ansbach die Autobahn verlassen, um Richtung Eichstätt bzw. Ingolstadt Geld zu sparen. Die voraussichtlich 2019 kommende Lkw Maut auf allen Bundesstraßen, wird auch dazu beitragen, dass der Verkehr in diesem Bereich abnimmt. Gerade in Merkendorf haben wir momentan viel Zulauf an Neubürgern, da die Einkaufsmöglichkeiten und andere strukturelle Gegebenheiten sehr attraktiv sind.“ Ich befürchte allerdings, so Anja Völkel, dass durch die Umgehung auch unsere Geschäfte, die viel vom Durchgangsverkehr profitieren, negative Auswirkungen befürchten müssen“. Damit ist die Versorgung, wie wir sie heute genießen, ungewiss.

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