Trampelpfad bei Weinberg-West durch Anpassung der vorgelegten Planungen vermeiden!

23.04.21 –

Stadtrat/Ansbach. Der Bau- und Werkausschusses des Ansbacher Stadtrats hat sich in seiner Sitzung vom 19. April 2021 mit der Weiterführung des Verfahrens des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Weinberg-West befasst. Konkret ging es um einen Grundsatzbeschluss zum Bebauungsplan. Im Ansbacher Norden soll auf einer kleinen Fläche am Strühterhang ein Wohngebiet und eine Pflegeeinrichtung entstehen. Wir Grünen drängten im Ausschuss auf eine Anpassung der bisherigen Planung.

Die Verwaltung führte aus, dass Entlang der Durchbindung der Bayreuther Straße bis zur Staatsstraße ein Gehweg ab Einmündung Rügländer Straße bis nur etwa der Mitte d.h. bis zum Zugang des Pflegeheims geführt werden soll. Die hauptsächliche Erschließung der Reihenhaussiedlung soll über die Rügländer Straße erfolgen. Die Verwaltung kündigte an Flächen für einen späteren Gehweg bis zur Staatsstraße sichern. An der Einmündung in die Staatsstraße werde eine Linksabbiegespur gebaut. Das Ortsschild werde eventuell bis Ende der Bebauung nach Norden versetzt, damit sei das Tempo auf 50km/h begrenzt. So kommen auch andere Lärmschutzvorschriften zur Geltung.  Entlang der Rügländer Straße werde ein Fußweg gebaut. 

In der nachfolgenden Diskussion merkte unsere Stadträtin Sabine Stein-Hoberg an, dass wir Grünen ursprünglich gegen die Durchbindung der Bayreuther Straße an die Staatsstrasse gewesen sind. Die verkehrlichen Auswirkungen, weil die Durchbindung nun doch gebaut werde, müssen beachtet werden. „Nun wollen wir Grünen auf einige wichtige Punkte hinweisen“ so Sabine Stein-Hoberg. Sie bat, den sofortigen Bau eines bis zur Staatsstraße durchgehenden Fuß- und Radwegs in Betracht zu ziehen: „Ich befürchte ansonsten die Entstehung eines „Trampelpfads“ wie an der Würzburger Landstraße, da davon auszugehen ist, dass Schulkinder und Personen aus dem neuen Wohngebiet die Abkürzung über die Staatsstraße zu dem auf der gegenüberliegenden Seite liegenden Fußweg nutzen. Hier muss auch an Radfahrer*innen gedacht werden". Zudem regte Stein-Hoberg, die Prüfung an, ob die Leitplanken auf der gegenüberliegenden Seite der Staatsstraße nicht geöffnet werden könnten, um ein gefährliches „Überklettern“ zu verhindern; des Weiteren sollte auch eine Querungshilfe analog der Würzburger Landstraße in Betracht gezogen werden. Die Verwaltung nahm diese Punkte auf und teilte mit, dass die Verwaltung bereits über eine solche Querungshilfe nachdenke, dass die Öffnung der Leitplanken aber nicht unproblematisch sei. 

Hinsichtlich der Vorgaben im Bebauungsplan der Reihenhausdächer haben wir Grünen auf die Aufnahme der Dachbegrünung der Flachdächer angeregt. Sabine Stein-Hoberg wies darauf hin, dass der Entwurf bei dem Pflegeheim keine Grünanlage, keinen behüteten Bereich für Demenzpatient*innen, keinen Raum für Bänke und Begegnung enthalte. Der Wunsch nach Begrünung der Dachflächen wurde von der Verwaltung aufgenommen. Oberbürgermeister Deffner nahm die Anregung zum Anlass, Frau Stein-Hoberg darauf hinzuweisen, „Bänke haben in einem Bebauungsplan nichts zu suchen, wir befinden uns bei der Aufstellung eines Bebauungsplans, die Detailplanung kommt erst noch.“ 

Wir Grünen sehen uns bei den Beratungen zu Bebauungsplänen in der Pflicht sich aktiv einzubringen und werden dies auch weiterhin tun. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es wichtig ist, Bebauungspläne mit Bedacht zu erlassen und dafür gehört für uns eine gute Beratung im zuständigen Ausschuss.

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