S

Bündnis 90/Die Grünen

in Stadt und Landkreis Ansbach

  • Quelle: hospital-falco_pixabay

Pressemitteilung zur Herzkathederbereitschaft

am Verbundklinikum ANregiomed

15. Feb. 2019 –

Kreistagsfraktion. Wir GRÜNEN haben uns  bisher in der heftigen öffentlichen Auseinandersetzung zu der vorübergehenden Abmeldung des Klinikums Ansbach von der Herzkatheterbereitschaft nicht geäussert. Stil und Tonlage waren unsers Erachtens streckenweise völlig niveaulos, die Methode wechselseitiger Schuldzuweisungen hat der Sache erkennbar nicht gedient und dem Krankenhausverbund ANregiomed insgesamt geschadet.

Nach unserer Auffassung ist festzuhalten:

Wenn Herr Dr. Wacker die Abmeldung Ansbachs ohne Abstimmung mit dem Vorstand Dr. Sontheimer vorgenommen hat, dann war dies eindeutig ein Fehler. Die Kritik  des Vorstandes  war deshalb gerechtfertigt. Gerade angesichts der insgesamt schwierigen Lage ANregiomeds ist die uneingeschränkte Autorität des Vorstandes ohne Ansehen der Person auch gegenüber Chefärzten von elementarer Bedeutung.

Die Angriffe gegen Herrn Dr. Wacker, gespickt mit Unterstellungen und Mutmassungen, sind ungeachtet dessen inakzeptabel. Sie werden der Person Dr. Wackers, seinen Leistungen und seinem Einsatz gerade auch für die  Linksherz-katheterbereitschaft zum Wohl der Menschen in Stadt und Landkreis Ansbach nicht gerecht. Wir beziehen uns insoweit auf die in  vollem Umfang zutreffenden Ausführungen Dr. Kerschers in seiner Stellungnahme gegenüber der FLZ vom 15.02. 2019.

Als unhaltbar zurückzuweisen sind Forderungen aus Ansbach,wonach das dortige Klinikum als Schwerpunktversorger immer den Anspruch auf Vorzugbehandlung habe, was in der Konsequenz aktuell bedeutet, dass die  Kardiologen von Rothenburg nach Ansbach zu versetzen seien, um dort die Kardiologie zu erhalten, auch wenn dann die in Rothenburg geschlossen werden muss. Selbstverständlich muss es das Ziel sein, dass das Klinikum  Ansbach nicht nur nominell, sodern auch faktisch von seinem baulichen Zustand und seinem medizinischem Leistungsangebot her dem Anspruch,

Schwerpunktversorger zu sein, entspricht. Daraus kann aber nicht hergeleitet werden, dass die Häuser in DINK und ROTH im Zweifel  personell ausgeblutet und letztlich "platt gemacht" werden dürfen.

Unabhängig von all dem sind wir der Auffassung, dass Herr Dr. Sontheimer als Vorstand hervorragende Arbeit leistet. Er hat innerhalb eines Jahres in einer bei uns bisher unbekannten Geschwindigkeit vorhandene Probleme analysiert, konkrete 

Konzepte für deren Bewältigung entwickelt und ist dabei, diese Punkt für Punkt umzusetzen. Dass er sich dabei nicht immer nur Freunde macht und machen kann, liegt auf der Hand. Aber wir sind davon überzeugt,dass er in Abstimmung mit seinen massgeblichen Mitarbeitern und wegen seiner zweifellos vorhandenen  Durchsetzungskraft-und bereitschaft die Wende zum Besseren schaffen wird. Das aber ist nicht von heute auf morgen möglich, sondern erfordert Zeit und darüberhinaus - bei aller gebotenen auch kritischen Begleitung - Unterstützung und ein Stück Vertrauen.

Für die Fraktion, Verwaltungsrat Uwe Schreiner, Windsbach

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