Politik trifft Kunst

12.06.21 –

Heilsbronn:

So lautete das Motto der Veranstaltung der Heilsbronner Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen. Dr. Herbert Sirois, Direktkandidat der Grünen für den Bundestag, informierte sich über die Ausstellung „und hätte der Liebe nicht“ mit Werken der Künstlerin Ursula Jüngst, die im Heilsbronner Münster demnächst offiziell eröffnet wird. Gerhard Spangler, profunder Heilsbronner Kunstkenner und Organisator vieler Kunstausstellungen, gab Einblick in das künstlerische Schaffen der Malerin Ursula Jüngst.

Jüngst, eine abstrakte Künstlerin, die ihre Kunst als ein „Leben in Farbe“ begreift und „das Malen wie Dirigieren“, gestaltet mit ihren charakteristischen, energiegeladenen Pinselstrichen farbige Bilder. Je nach Farbgebung von bunt, heiter, froh wirkend bis hin zu düster, bedrückend und nachdenklich. Gerhard Spangler interpretierte die Werke der Ausstellung auch auf dem Hintergrund des Ausstellungsraums, dem Kunstraum Münster: Ein dynamisch gestaltetes großes Bild in den warmen und hellen Farben Gelb und Orange - die reine Lebendigkeit ausstrahlend - steht hier beispielsweise in räumlicher und symbolischer Beziehung zu den kalten, grauen und statischen Grablegen der Hohenzollern.

Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch stellte Herbert Sirois sich und seine politischen Zielrichtungen vor. Er ist ein deutscher Historiker, freiberuflicher Referent im Bereich der Sicherheitspolitik, Kommunalpolitiker und Umweltaktivist. Er ist Dozent an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, seit vielen Jahren Mitglied im Bund Naturschutz Ansbach, Mitglied im Kreistag und engagiert, insbesondere bei den Themen Nachhaltigkeit, Bündnisarbeit sowie Europa- und Sicherheitspolitik. Auf das aktuelle Projekt der Deutschen Bahn mit einem ICE-Instandhaltungswerk mit potenziellem Standort Heilsbronn angesprochen, wies Sirois einerseits auf die Ambivalenz der Ablehnung derartiger Projekte hin: Wir Grüne wollen den öffentlichen Personenverkehr fördern und eine Verkehrswende voranbringen, lehnen aber den Standort eines solchen Werkes vor unserer Haustür ab. Andererseits machte Sirois, selbst langjähriger Kritiker des Projektes „Interfranken“, aber auch Mut zum Widerstand gegen das Projekt „ICE-Werk“, für das es sicherlich geeignetere Standorte im Großraum Nürnberg geben würde als auf der „grünen Wiese“ mit enormen Flächenverbrauch und Versiegelung wertvoller Natur. Er macht Bürgerinnen und Bürgern Mut, sich zu informieren, Rechte einzufordern und gemeinsam politisch tätig zu werden.

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