Mittelfranken braucht mehr Ökologischen Landbau - Landkreis Ansbach hinkt beim Ökolandbau hinterher

02.09.16 –

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sich gesund ernähren und mit Ihrem Konsumverhalten einen aktiven Beitrag zu nachhaltigen Wirtschaftsformen leisten, weshalb sie verstärkt Bio-Lebensmittel einkaufen. "Diesen Trend begrüßen wir ausdrücklich" so der Kreisvorsitzende Oliver Rühl.

"Wir Grünen in Mittelfranken sehen in diesem Trend zur verstärkten Nachfrage nach heimischen Bio-Lebensmitteln eine große Chance, die es auch für die Mittelfränkische Landwirtschaft zu nutzen gilt." Leider übersteigt die Nachfrage seit Jahren das Angebot an regionalen Bio-Produkten. Im Vergleich mit den sieben bayerischen Bezirken ist Mittelfranken seit Jahren das Schlusslicht in Sachen "Ökolandbau". Während Bayernweit immerhin 7,2 Prozent der Fläche ökologisch bewirtschaftet werden, rangiert Mittelfranken weit abgeschlagen bei 4,3 Prozent. Das ist umso trauriger, wenn man weiß, dass Nürnberg Biomodellstadt ist. Wenig besser sieht es im Landkreis Ansbach aus. Der Anteil an Ökolandbau lag im Landkreis Ansbach im Jahr 2015 bei rund 4010 ha, was einen Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 3,63 % entspricht. Dies hat eine Schriftliche Anfrage des Grünen Landtagsabgeordneten Markus Ganserer ergeben.

"Speziell in Mittelfranken brauchen wir mehr Anstrengungen um den Ökolandbau nach vorne zu bringen", so Kreisvorsitzende Gabi Schaaf. "Wenn alle landwirtschaftlichen Flächen der Städten und Gemeinden im Landkreis nach ökologischen Kriterien, ohne Verwendung von mineralischen Dünger und Pestiziden, bewirtschaftet werden müßten, wäre das ein starkes Signal." so Schaaf weiter. Neben einen jährlichen, mittelfränkischen "Tag für ökologischen Landbau" fordern die Grünen unter anderem die Umstellung des Bezirksguts "Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf" auf ökologischen Landbau.

CSU Landwirtschaftsminister Brunner hat in seiner Regierungserklärung vom 18. April 2012 eine Verdoppelung der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Bayern als politische Zielvorgabe ausgegeben. Für unseren Landkreis Ansbach müsste sich demnach der Bioanbau bis 2020 auf 22.095 ha erhöhen.

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