Masterplan Altstadtkonzept

- Offener Brief an Bgm. Ruh

09.07.16 –

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ruh,

die Etablierung eines City-Outlets in Feuchtwangen ist mit dem Rückzug des Investors gescheitert. Eine Altstadtbelebung durch ein Outlet wurde ja nicht nur seitens unserer Fraktion, sondern auch in Teilen der Bürgerschaft äußerst kritisch gesehen. Einigkeit besteht aber in der Einschätzung, dass akuter Handlungsbedarf zur Belebung der Altstadt in Feuchtwangen besteht. Von unserer Seite  wurde hier klare Unterstützung signalisiert, ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. Die Dynamik, die jetzt in Gang gesetzt wurde, gilt es nun zu nutzen. Nicht zuletzt konnten wir bei unserem gemeinsamen Termin bei der Wohnbaugesellschaft GeWoBau in Schwabach wichtige Erkenntnisse zur Gründung und Tätigkeit einer Altstadtentwicklungsgesellschaft gewinnen. Allerdings muss jetzt an vielen Stellschrauben gleichzeitig gedreht werden. Einzelhandels- und Verkehrskonzept werden bereits ausgearbeitet. Erste Schritte zur Gründung einer Altstadtentwicklungsgesellschaft sind gemacht. Jedoch fehlt ein Masterplan, der Ziele und zeitliche Abfolgen benennt. 

Es stellen sich etliche Fragen:

Wann soll die Altstadtentwicklungsgesellschaft gegründet werden?

Welche Objekte soll diese Gesellschaft als erstes sanieren und welchem Zweck sollen die sanierten Gebäude zugeführt werden?

Mit welchen Leistungen könnte die  GeWoBau Schwabach die Startphase der  Altstadtentwicklungsgesellschaft unterstützen?

Wie kann eine eventuelle Zusammenarbeit mit der örtlichen Wohnbaugenossenschaft aussehen? 

Mit welchen zusätzlichen Aufgaben der Stadtentwicklung kann die Geschäftsführung der Gesellschaft betraut werden?

Wie kann das Kino in den Kulturbetrieb integriert und  mit Hilfe einer Initiative aus der Bürgerschaft betrieben werden?

In welcher Form kann aktives Leerstandmanagement die Innenstadt voranbringen?

Wann und in welcher Form sollen die Ergebnisse des Einzelhandels- und Verkehrskonzeptes abgearbeitet werden?

Wie sollen die Erkenntnisse des Regionalkonzeptes und des Markthallenkonzeptes mit einbezogen werden?

Welche weiteren Maßnahmen könnte die Stadt ergreifen um Privatleute zu Investitionen in der Innenstadt zu motivieren?

Wo und wann sollen weitere Anwohnerparkplätze errichtet werden?

Vieles wurde bereits in den Gremien diskutiert, dann aber nicht mehr zeitnah weiterverfolgt. 

Nach dem Scheitern der Outlet-Pläne sollte allerdings der Schwung genutzt werden, um gemeinsam mit den Feuchtwangern das Projekt Altstadt anzupacken. Wir schlagen vor, ähnlich wie bei der „Sozialen Stadt“, ein Büro für Stadtplanung zu beauftragen um den vorgenannten Themenkomplex abzuarbeiten und zu koordinieren und somit die Verwaltung zu entlasten. Mit dem Büro Schwab–Heckelsmüller konnten hier bereits sehr gute Erfahrungen gemacht werden. Ob für eine solche Maßnahme Zuschüsse, zum Beispiel im Rahmen der Städtebauförderung, möglich wären, ist zu prüfen.

Die ursprünglich als Outlet-Begleitkommission gedachte Runde aus Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung und weiteren Gruppierungen sollten wieder zu regelmäßigen Treffen geladen werden, umbenannt in Altstadtentwicklungskommission. Sinnvoll wäre es, wenn die Moderation des runden Tisches  dann auch seitens des beauftragten Stadtplanungsbüros erfolgen würde. 

Mit diesen Maßnahmen könnte ein deutliches Signal gesetzt werden, dass der Entwicklung  der Feuchtwanger Altstadt jetzt Priorität eingeräumt wird. 

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. 

Mit freundlichen Grüßen, für die Fraktion, Joachim Gutekunst

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