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Landkreis Ansbach wird „Fairer Landkreis“

25. Okt. 2020 –

Kreistagsfraktion. Auf Antrag der Kreistagsfraktion der Grünen strebt der Landkreis Ansbach die Zertifizierung als Fairer Landkreis an, wofür eine Steuerungsgruppe gegründet wurde. Hiermit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, im Hinblick auf die globalen Nachhaltigkeitsziele, den Produzent*innen im globalen Süden und vor Ort menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Nach den Fairen Kommunen Herrieden, Rothenburg ob der Tauber, Neuendettelsau und der kreisfreien Stadt Ansbach macht sich nun auch der Landkreis Ansbach - auf Antrag der Kreistagsfraktion der Grünen - auf den Weg zum Fairen Landkreis und strebt die Zertifizierung von Transfair e.V. an.

Warum Fairer Landkreis?

In einer globalen Welt mit liberalisierten Märkten und ausbeuterischen Produktionsbedingungen ist ein Gegensteuern dringend erforderlich. Die Sicherung eines Grundeinkommens, Arbeitnehmerrechte, soziale Absicherungen und gesunde Arbeitsbedingungen wünscht sich jeder Mensch für seine Tätigkeit. Wir wollen einen Beitrag leisten, um den Produzent*innen im globalen Süden und hier vor Ort menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen zu gewährleisten und damit die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele voranbringen.

Hierfür wurde jüngst eine Steuerungsgruppe aus Vertreter*innen der Politik, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft eingerichtet, die in enger Vernetzung mit der 2017 fair zertifizierten Metropolregion Nürnberg agieren möchte.

Fair und regional gehen Hand in Hand

In unseren Weltläden im Landkreis Ansbach kaufen neben Privatpersonen längst auch Unternehmen, Gastronomien, Schulen, Kindergärten, Vereine sowie politische Verantwortliche ein. In immer mehr Kaffeemaschinen läuft bereits fair gehandelter Kaffee. Noch wenig Vereine entscheiden sich für fair gehandelte Fußbälle. Zunehmend fragen Menschen aber fair gehandelte Textilien oder Geschenkeartikel nach. Gleichzeitig liegt der Fokus, nicht erst seit der Corona Krise, auf der Stärkung des Regionalen Handels. Gastronomie und Kantinen bieten verstärkt das ein oder andere regionale Gericht auf der Speisekarte an und auch ihre Geschenkkörbe können zukünftig neben Produkten der Direktvermarkter unseres Landkreises auch fair gehandelte Produkte wie Schokolade und Kekse oder auch Reis und Kakao aus dem Weltladen beinhalten.

Fair und regional passen sehr gut zusammen. Mit dieser Kaufentscheidung zeigen wir gegenüber der Arbeit der Bäuerinnen, Bauern und der handwerklich arbeitenden Menschen vor Ort und in den Partnerländern im globalen Süden, die Wertschätzung, die sie verdienen, so Isabella Hirsch, Kreisrätin der Grünen und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Franken.

Die Zertifizierung zum Fairen Landkreis ermöglicht es, öffentlichkeitswirksam und gemeinsam für eine öko-sozialgerechte Beschaffung, somit für einen veränderte Wirtschaftsweise einzutreten und dadurch die globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Der faire und auch der regionale Einkauf von Kommunen besitzt einen großen Einfluss und hat deshalb eine wichtige Vorbildfunktion. Es ist daher wünschenswert, wenn sich möglichst viele politische Gremien, Kommunen, Gewerbetreibende, Gastronomien, Bürger, Vereine und Bildungseinrichtungen an der Kampagne „Fairer Landkreis Ansbach“ beteiligen!

VertreterInnen der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen engagieren sich gerne mit in der neu gegründeten Steuerungsgruppe. Wir freuen uns über ihr Interesse, Fair Trade mehr in Ihren Alltag einzubauen und auch Ihre Rückmeldungen, was Sie in Ihrem Umfeld bereits umgesetzt haben. - Kontakt: Isabella Hirsch 09852 1846 isabella.hirsch(at)gmx.de.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach unter dem Stichwort Fairtrade Landkreis.

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