Krankenhäuser aus Sicht der Beschäftigten

Bericht vom Vortrag mit Diskussion am 21. Januar im Hürner in Ansbach

21.01.20 –

Nach einführenden Worten der Ortsverbandssprecherin Meike Erbguth-Feldner informierten der stellvertretende Personalratsvorsitzende des Klinikums Fürth Kamran Salimi, die Ansbacher DGB- und Verdi-Sprecherin Sylke Priebe-Czadzeck und der Gesundheits- und Krankenpfleger Simon Mayr über die Situation an Krankenhäusern in Bayern.

Der Schwerkunkt lag dabei auf dem Zusammenhang zwischen Mitarbeitervertretung, Trägerschaft und Pflegequalität. Anhand der Beispiele Fürth und Ansbach wurden die möglichen Wege und Irrwege wie Outsorcing, Teilprivatisierung und Haustarifverträge diskutiert.

Die aktuelle Personalknappheit an Kliniken führt einerseits zu einer so hohen Arbeitsbelastung, dass selbst altgediente Mitarbeiter*innen kündigen. Andererseits müssen zum Schutz der Mitarbeiter*innen und zur Vermeidung von Sanktionen ganze Stationen geschlossen werden, weil die Mindestzahl an Personal nicht erreicht wird.

Zwar werden auf der einen SeiteKopfprämien von 8 - 12.000,- Euro für abgeworbenene Pflegekräfte bezahlt, auf der anderen Seite versagen aber viele Arbeitgeber bei der Dienstplangestaltung,weil diese häufig keine verlässliche Freizeit- und Urlaubsplanung erlaubt.

In einer teils emotionalen Debatte mit und im Publikum wurde über die Arbeitssituation der Pflegekräfte und mögliche Verbesserungen diskutiert.

Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass die Attraktivität nicht alleine an der Höhe des Gehalts hängt. Weichere Standortfaktoren wie Personalbelegung über der Mindestgrenze, verlässliche Dienstpläne, Wertschätzung durch die Vorgesetzten und ein attraktives Wohnraumangebot seien mindestens genauso wichtig.
Damit Verbesserungen errungen werden können, sei ein guter Organisationsgrad der Beschäftigten, Solidarität zwischen den Berufsgruppen und eine höhere Streik- und Klagebereitschaft notwendig.

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