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Klausur des Verwaltungsrats ANRegiomed

06. Nov. 2020 –

Kreistagsfraktion. Für die Kreistagsfraktion nahm Gabriele Muellender bei der Klausur des Verwaltungsrats ANRegiomed am Hesselberg teil. Als Referent sprach Professor Dr. Augurzky mit seinem Vortrag Krankenhausmarkt: Status quo und Trends, wobei er neben den Herausforderungen auch die Handlungsoptionen aufzeigte. Ein großes Thema war dabei neben Neuerungen und Strukturthemen das Personal.

Seit 2017 verschlechtert sich die finanzielle Situation in allen Häusern in Deutschland, sie leiden unter anderem unter den MDK Kontrollen, Fachkräftemangel (geschlossene Stationen) und der Ambulantisierung der Medizin. Ländlichkeit kann für Häuser ein Vorteil sein, da es keine Konkurrenz gibt. Entscheidend ist die Größe: Während es Häuser mit unter 100 oder über 1000 Betten schwieriger haben, geht es denen mit zwischen 300-600 Betten besser. Spezialisierungen sind wichtig, da sie die Patientenzufriedenheit fördern und wirtschaftlich gearbeitet wird. Verbünde sind solider, Ketten arbeiten gegenüber Solisten wirtschaftlicher.

Investitionen sind jährlich zu tätigen, momentan herrschen ein sinkender Kapitaleinsatz und eine stagnierende Förderquote vor. Diese liegt zur Zeit auf einem niedrigem Niveau von 3,2% in Deutschland und 3,8% in Bayern, wobei 7-8% nötig wären. Wichtig sei es, die Ertragskraft zu steigern, „um nötige Investitionen in Zukunft stemmen zu können“.

Außerdem kam es durch Corona zu einem Einbruch der Fallzahlen von ca. 10%, wobei es 100% Budgetausgleich bis 30.09. vom Bund gegeben hat. Ab 2021 sollten sich die Corona Einbrüche normalisieren. Das geht nur mit genügend gut ausgebildetem Personal, wobei die nächste Bundesregierung ab 2022 eine entscheidende Rolle spielen muss. Ab 2022 soll es einen Krankenhausstrukturfonds hauptsächlich für die Digitalisierung geben. Ab 2022 - 2025 stellt die Gewinnung von Personal die größte Herausforderung dar, da Millionen Arbeitnehmerinnen in Rente gehen.

Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit sei es, „attraktive Arbeitsplätze“ zu schaffen und die Pflege inhaltlich aufzuwerten. Ambulante Versorgung solle ausgebaut und Fachkräfte angedockt werden. Optimierung von Strukturen, Schwerpunktbildungen und das Nutzen der Zeit bis 2021 für strategische Weichenstellungen auch mittels Gremienarbeit sollte schon jetzt beginnen.

Auch können externe Neuerungen Chancen bieten: ePa (die elektronische Krankenkassenkarte) und neue Akteure wie Robotik und z.B. Telemedizin, die besonders im ländlichen Raum interessant werden könnte.

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