Heimat. Frieden. Schöpfung.

06.09.17 –

Dr. Herbert Sirois, Bundestagskandidat 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde,

Bündnis 90/Die Grünen haben in den letzten Jahren viel in unserer Heimatregion erreicht, wichtige Themen besetzt und auch hart umkämpfte Erfolge erzielt, und ich habe hierbei immer gerne und mit vollem Einsatz mitgearbeitet. Dabei gibt es eine Reihe von zentralen Themen, die mich tiefgehend bewegen, die Motivation sind für meine Kandidatur als Direktkandidat und die sich auch auf meinen Wahlplakaten wiederfinden: 
Frieden. Heimat. Schöpfung.

Heimat: Während die sogenannten „Konservativen“ die Betonierung der Heimat durch Flughäfen, Autobahnen und Gewerbegebiete begünstigen und vorantreiben, spüren immer mehr Menschen, dass die Werte, die für sie Heimat bedeuten, auf der Strecke bleiben: lokale Sprache, unversehrte Landschaft, vertraute Nähe. Exemplarisch findet dieses Gefühl Ausdruck im Sinnspruch von Gerhard Polt "Was man liebt, betoniert man nicht!" 15 Jahre harte persönliche Auseinandersetzung zum Schutz des Wörnitztals vor der Zerstörung durch eines der größten geplanten Flächenvernichtungsprogramme in Bayern, das sogenannte „InterFranken“-Projekt, haben mich aber anderes gelehrt. Bayernweit verschwinden pro Tag über 13 Hektar, mehr als 18 Fußballfelder, unter einer Asphalt- und Betonlawine, wobei der Landkreis Ansbach gehörig zu diesem Negativtrend beiträgt. Die Auswirkungen dieser Politik zeigen zunehmend verheerende Folgen für Mensch und Natur. Den Regierenden ist aber offenbar das letzte verbliebene ökologische Regulativ verloren gegangen. Politik wird nur noch am kurzfristigen Gewinn gemessen. Der Schutz von Natur, Mensch und Heimat stört dabei nur. Konservative (abgeleitet vom lateinischen conservare = bewahren, schonen, erhalten) Politik sieht sicher anders aus!

„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“
John F. Kennedy (1917-1963), Politiker und 35. Präsident der USA

Frieden: Wir alle blicken heute auf eine Welt im Chaos. Die EU in der Krise, in den internationalen Beziehungen herrscht die blanke Gewalt und in den Vereinten Nationen regiert die Selbstblockade. Und wo steht die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik? Ideen zur Reform von EU und Vereinten Nationen - Fehlanzeige! In der Gruppe der weltweit größten Waffenexporteure aber halten wir uns auf dem beschämenden vierten Rang. Die Sicherheitspolitik der großen Koalition, die nur auf höhere Rüstungsausgaben und die alte NATO setzt, ist gescheitert. Entsprechend setze ich mich für neue Wege in der deutschen Sicherheitspolitik ein. Deutschland muss viel intensiver als bisher für eine Reform des UN-Systems streiten. Gleichzeitig sollten unabhängige europäische Strukturen gesucht und implementiert werden. Damit könnte Europa politisch gestärkt und eine an europäischen Werten orientierte Sicherheitspolitik möglich werden. Eine Sicherheitsarchitektur, die auf dem Boden grundlegender europäischer Werte (nämlich humanistisches Denken, Rationalität, Säkularität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechten) fußt. Zusammen mit euch möchte ich mich mit diesem Ziel an die Spitze einer zukunftsorientierten sicherheitspolitischen Diskussion stellen und diese nicht einer Frau von der Leyen und damit einer uninspirierten CDU/CSU überlassen. Denn der „Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“   „Auch ein Mensch, der zwanzig Sprachen beherrscht, gebraucht seine Muttersprache, wenn er sich in den Finger schneidet.“ Jean-Paul Belmondo (1933), französischer Film- und Theaterschauspieler

„Der Mensch ist die Krönung der Schöpfung. Wie schade, dass es eine Dornenkrone ist.“
Stanisław Jerzy Lec (1909 – 1966), polnischer Lyriker

Schöpfung: Nachhaltigkeit muss heute, in einer Zeit, in der der ökologische Fußabdruck der Menschheit die Schöpfung zunehmend erdrückt, Grundlage einer jeden politischen Entscheidung sein! Der Grundsatz, dass Entwicklung nur nachhaltig sein kann, wenn sie die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt, ohne dabei die Chancen künftiger Generationen zu zerstören, muss dabei das veraltete Wohlstandsmodell ablösen. Es ist für mich erschreckend, dass dafür in einer Zeit zunehmender ökologischer Katastrophen und des fortschreitenden Klimawandels überhaupt noch gestritten werden muss. Viele scheinen noch immer nicht verstanden zu haben, dass die Bewahrung der Schöpfung kein Luxus ist, sondern demokratie-politisch nichts anderes als Generationengerechtigkeit. Wir müssen dafür weiter ringen, dass diese Einsicht endlich Grundlage aller politischen Entscheidungen wird, denn dies ist längst keine politische Frage mehr, sondern eine Überlebensfrage.

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