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  • Quelle: Wikimedia Commons

Gutes Klima - Was hat unsere Kleidung damit zu tun?

Klimatipp der Woche

07. Jun. 2021 –

Ansbach/Ortsverband. Auch die Herstellung und Tragezeit unserer „zweiten Haut“ hat Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima: Die Verlängerung der Lebensdauer unserer Kleidung allein von einem auf zwei Jahre z. B. kann die CO2-Emissionen des Sektors Bekleidung um 24 % reduzieren!

Deutsche kaufen heute pro Jahr etwa doppelt so viele Kleidungsstücke als vor 30 Jahren. Auch deshalb, weil es viel Billigware gibt, die unter Bedingungen produziert wird, für die Deutsche nicht arbeiten würden. Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammen aus Asien, vor allem China, und verursachen dort gewaltige Um­weltschäden. Laut Greenpeace sind über zwei Drittel der chinesischen Flüsse und Seen verschmutzt, da Giftstoffe aus den Fabriken oft ungeklärt abgeleitet werden. Sie reichern sich in Flüssen, Meeren, Böden und in Pflanzen an, werden teilweise um die halbe Welt transportiert und tauchen später im Essen und Trinkwas­ser wieder auf. Viele Gifte sind extrem resistent und manche können sich im Körper von Lebewesen anrei­chern und der Gesundheit schaden.

Dabei werden mehr als eine Million Tonnen Altkleider pro Jahr in unserem Land aussortiert, manchmal nach ein- oder zweimaligem Tragen. Das sind etwa 12 Kilogramm Altkleidung pro Kopf und Jahr in Deutschland, überwiegend noch gut tragbare Sachen.

Etwa 20% der Altkleider werden über den Restmüll entsorgt und werden verbrannt. Die große Mehrheit der Deutschen spendet jedoch die gebrauchte Kleidung. Ein Teil davon geht als Exporte vor allem nach Mittel- und Osteuropa, Afrika und dem Mittleren Osten. Es ist allerdings sehr umstritten, ob nicht der Import von Gebrauchtkleidung die lokale Textilindustrie in diesen Regionen schädigt und viele Menschen arbeitslos macht. Und es werden in Deutschland viel mehr Kleider aussortiert, als Bedürftige benötigen: 30 % der Kleider werden zu Dämmstoffen und Industrieputzlappen verarbeitet.

Wer den Weg seiner Altkleider genau kennen möchte, bringt sie am besten zu Sozialkaufhäusern oder Klei­derkammern von karitativen Einrichtungen in der Nähe, wie zum Beispiel Caritas, Diakonie oder die Tafeln.

Was kann ich tun, um bei meiner Kleidung unnötige Klimafolgen zu vermeiden?

- Hauptsächlich qualitativ hochwertige und dafür weniger Kleidungsstücke erwerben und tragen.

- Bei Lust auf Abwechslung Flohmärkte und Second-Hand-Läden nutzen als gute Alternative zu Ketten, die Kleider in Massen und zu geringer Qualität produzieren.

- Gut erhaltene Kleidung in der Familie, im Bekanntenkreis weitergeben (z. B. auf Kleidertausch-Partys), auf Flohmärkten oder online verkaufen – auch damit wird der Lebenszyklus von Kleidung verlängert. So werden unnötige Emissionen eingespart.

- Eine weitere Möglichkeit ist das Upcycling alter Kleidung. Aus Alt mach Neu – diesem Trend folgen bereits einige Modelabels: Aus gebrauchten Textilien entstehen so Kleider, Anzüge, Taschen oder Etuis. Für das private Upcycling zeigen Nachhaltigkeits-Blogger im Internet und auf Social-Media-Kanälen, wie alte T-Shirts, Handtücher und Hosen z. B. zu Kosmetikpads, Tragetaschen oder Pflanzgefäßen werden.

- Bei Abgabe in Altkleidersammlungen/-Containern die Standards für ein faires Sammeln und Verwerten von Gebrauchttextilien beachten (https://www.fairwertung.de/).
In Ansbach können Altkleider beim Kleiderlager der Caritas abgegeben werden (Tel. 0981-97168-0) und beim Gebrauchtwarenhof (Tel. 0981-20361945), im Umkreis beim Diakoneo Sozialkaufhaus in Neuendet­telsau (Tel. 09874-83520).

Quellen:
https://www.ecowoman.de/nachhaltige-nachrichten/blog/wie-schlecht-sind-die-arbeitsbedingungen-in-der-textilindustrie-4845
https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/kleidung-fair-entsorgen/
https://www.fairlis.de/post/wohin-mit-altkleidern-5-tipps-wie-du-alte-kleidungsstuecke-richtig-entsorgst/
„Jeden Tag die Welt retten“ von Julia F. Allmann, Gräfe und Unzer-Verlag 2020

Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ (Erich Kästner)

Daher veröffentlichen wir jetzt jede Woche neue Tipps, wie wir zum Klima- und Naturschutz beitragen können, um jeden Tag ein bisschen die Welt zu retten.

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