Gutes Klima - in der Küche

Klimatipp der Woche

12.07.21 –

Ansbach/Ortsverband. 

Energie sparen beim Kochen und Backen

Ein gar nicht so kleiner Anteil der Stromkosten entfällt auf Herd und Backofen – in einem 2-Per­sonen-Haushalt sind es im Durchschnitt 10 Prozent des Verbrauchs. Daher lohnt es sich sowohl für den Geldbeutel wie für die Umwelt, das eigene Verhalten in der Küche zu überprüfen und folgende Hinweise zu beachten:

  • Beim Kochen immer einen Topfdeckel benutzen, da ohne Deckel die Hitze schneller ent­weicht: So werden bis zu 65 Prozent weniger Strom bzw. Gas verbraucht.

  • Geeignete Töpfe und Pfannen verwenden: Als ideal gelten Edelstahltöpfe mit Sandwich-Boden, bei ihnen ist die Wärmeübertragung in den Topfboden besonders effektiv. Auch Teflonpfannen sparen auf demKochfeld Energie: Sie benötigen im Vergleich zu Kochge­schirr mit Emaille nur rund 75 Prozent der Energie beim Kochen und Braten. Also keine alten, verbeulten Töpfe benutzen und Pfannen ersetzen, wenn der Boden uneben wird.

  • Nur Herdplatten / Kochfelder mit der passenden Größe verwenden: Ist der Topf z. B. drei Zentimeter kleiner als die Platte, werden bis zu einem Drittel der verbrauchten Energie verschwendet.

  • Den Herd vor Ende der Kochzeit ausschalten und so die Restwärme nutzen.

  • Schnellkochtopf anschaffen: Er nutzt Energie viel effizienter als herkömmliche Töpfe.

  • Energiesparen mit der Kochkiste: Das Prinzip Kochkiste ist weltweit bekannt: in Russ­land, Japan, der jüdischen Küche und bei den Maori in Neuseeland wird es eingesetzt. Es eignet sich vor allem für Suppen, Eintöpfe, Reis und Hirse, Hülsenfrüchte, aber auch für Fleischgerichte wie Gulasch oder Braten. Speisen morgens ankochen, Topf mit Deckel gut verschließen, in die Kochkiste oder ganz einfach unter das Federbett packen. Mit der Rest­wärme garen die Speisen bis Mittag fertig. Außerdem bleiben Vitamine und Aromen besser erhalten, da die Gartemperatur niedriger ist als beim Kochen auf dem Herd (weitere Hin­weise siehe Quellen).

  • Wasser mit Wasserkocher erhitzen: Dieser verbraucht deutlich weniger Strom als der Herd (etwa nur die Hälfte). Wichtig ist, ihn regelmäßig zu entkalken – dann ist frisst er keine unnötige Energie (verkalkt bis zu 30% mehr). Entkalken ist einfach: Wasser mit Essig-Essenz erwärmen, abkühlen lassen, ausgießen und ausreiben – fertig!

  • Wenn häufiger Eier gekocht werden: Auch ein Eierkocher spart im Vergleich zum Herd circa 50 bis 60 Prozent an Stromkosten.

  • Kaffee warmhalten: Eine Thermoskanne macht das besser als die Kaffeemaschine, denn bei ihr verdampft nichts – und sie verbraucht dafür keinen Strom!

  • Brötchen oder Gebäck vom Vortag aufbacken? Dafür den Toaster benutzen statt den Backofen, vor allem bei wenigen Teilen. Das kostet deutlich weniger Strom.

  • Zum Backen den Backofennicht vorheizen – nur nötig für Brot und Pizza, damit eine schöne Kruste entsteht, und für Bisquit und Soufflés. Das Vorheizen des Backofens ver­braucht 20 % mehr Energie als nötig.

  • Wenn ein Backrezept sowohl die Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft erlaubt: immer Umluft wählen. Dabei verteilt ein Ventilator die warme Luft gleichmäßig im Backofen, sodass eine um 20 bis 30 °C Grad niedrigere Temperatur ausreicht. Das spart 25 – 40 % Stromkosten im Vergleich zum Backen mit Ober- und Unterhitze. Außerdem kann – für Kekse und Kleingebäck – der Ofen mit mehreren Blechen gleichzeitig befüllt werden.

  • Auch wenn es köstlich riecht: Bei jedem Öffnen der Backofentür entweicht etwa ein Drittel der Energie. Also die Tür lieber zulassen!

Quellen:

https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/haushalt-und-gesundheit/kochen-backen

https://utopia.de/galerien/energie-sparen-kochen-104981/

https://www.martin-stuempfig.de/klimaschutz/klimaschutz-tipps.html

 

Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ (Erich Kästner)

Daher veröffentlichen wir jetzt jede Woche neue Tipps, wie wir zum Klima- und Naturschutz beitragen können, um jeden Tag ein bisschen die Welt zu retten.

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