Grüne wollen Bus und Bahn in Mittelfranken ausbauen

Landesvorsitzende diskutieren beim Wandern über Mobilitätskonzept

28.08.21 –

Hesselberg. Den Verkehr klimafreundlich und gerecht zu machen, ist eine zentrale politische Aufgabe. Die GRÜNEN wollen sie endlich anpacken und Mobilität fit für die Zukunft machen. Wie der Verkehr in Mittelfranken konkret weiterentwickelt werden kann, darüber haben die Parteivorsitzenden der bayerischen GRÜNEN Eva Lettenbauer und Thomas von Sarnowski bei ihrer Wanderung auf den Hesselberg am vergangenen Samstag gesprochen. Beide besuchen im Rahmen ihrer Gipfeltour die sieben bayerischen Bezirke. Mit dabei waren am Hesselberg der Bundestagskandidat für Ansbach Herbert Sirois sowie Paul Beitzer vom BUND Naturschutz und Michael Frank von der Mittelfränkischen Eisenbahnbetriebsgesellschaft.

Für die GRÜNEN-Vorsitzenden ist klar, dass ein gutes Angebot von Bus und Bahn nicht nur gut fürs Klima ist, sondern für mehr Gerechtigkeit sorgt. „Es kann nicht sein, dass manche Familien in ländlichen Regionen ihr letztes Geld zusammenkratzen müssen, damit sie mobil sein können. Wir setzen uns dafür ein, dass in jedem Ort von morgens bis abends mindestens einmal die Stunde ein Bus oder Zug fährt“, erklärt die Vorsitzende Lettenbauer. Die GRÜNEN nennen dieses Versprechen „Mobilitätsgarantie für Stadt und Land“. Diese Garantie gelte nicht nur für die Städte Nürnberg und Erlangen, sondern vor allem für ländlichere Regionen. 

Beim einstündigen Aufstieg vom Wanderparkplatz in Weiltingen hoch zum Gipfelkreuz ging das Gespräch auch um lokale Projekte für eine nachhaltige Mobilität. Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzen sich Engagierte und Kommunalpolitiker*innen für die Reaktivierung der Bahnstrecken der Hesselbergbahn von Gunzenhausen nach Nördlingen und der Schiene von Dombühl nach Nördlingen ein. „Es wäre ein großer Gewinn für Mittelfranken und das angrenzende Schwaben, wenn diese Schienen für den Personenverkehr aktiviert würden. Wir wollen, dass die Region viel besser vernetzt wird und dass es eine bequeme, klimafreundliche und preiswerte Alternative zum eigenen PKW gibt“, so der Co-Vorsitzende von Sarnowski. Bis dato scheitert die Reaktivierung der genannten Bahnstrecken an Vorgaben der CSU-geführten Ministerien in München und Berlin. „Es braucht dringend einen Kurswechsel im Verkehrsministerium der Bundesregierung. Ich kämpfe bei dieser Bundestagswahl dafür, dass die desaströse Mobilitätspolitik von Andreas Scheuer endlich durch zukunftsfähige, grüne Verkehrskonzepte ersetzt wird“, betont der Kandidat Sirous. Ähnlich wie in Baden-Württemberg wüschen sich die GRÜNEN mehr Unterstützung für die Regionen in Bayern, in denen zahlreiche Initiativen für die Reaktivierung von Strecken kämpfen.

Hintergrund: Im Rahmen ihrer Gipfel-Tour auf die jeweils höchsten Berge der sieben bayerischen Regierungsbezirke treffen sich die Parteivorsitzenden der bayerischen GRÜNEN mit regionalen Vertreter*innen der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und besprechend die drängenden politischen Aufgaben in der Region. 

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