Gemeinsame Erklärung zum Sprengstoffanschlag in Ansbach

26.07.16 –

Ansbach, (26.07.2016). Kreisvorstand, Kreistagsfraktion, Stadtratsfraktion Ansbach und Ortsverband Ansbach von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig verurteilen den brutalen Anschlag in Ansbach als ein grausames Verbrechen in aller Entschiedenheit.

Wir sind alle schockiert und zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor Ort, die von diesem schrecklichen Moment betroffen waren. Den Verletzten wünschen wir eine baldige, gute Genesung. Wir hoffen und wünschen ihnen, dass sie die körperlichen und seelischen Wunden schnell überwinden werden

Unser Dank gilt den Sicherheitskräften bei der Veranstaltung, den Einsatzkräften vor Ort, dem medizinischen Personal, das sich nun um die Verletzten kümmert, ebenso der Polizei, allen Einsatzkräften und allen Helferinnen und Helfern.

Jetzt müssen die Hintergründe des Anschlags in allen Details aufgeklärt werden. Polizei und Staatsanwaltschaft benötigen hier von allen Seiten die volle Unterstützung, um diese schwierige Aufgabe zu erfüllen. Wir brauchen effektive Maßnahmen, die sicherstellen, dass persönliche Krisensituationen und empfundene Perspektivlosigkeit, die zu einer Radikalisierung führen können, rechtzeitig erkannt und mittels professioneller Hilfe aufgearbeitet werden können. Daneben brauchen wir den Anstoß zu einer breit angelegten Debatte um eine Verbesserung der bereits bestehenden Sicherheitsstrategien, die nicht nur eine quantitative, sondern vor allem eine qualitative Verbesserung in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger ist ein zentrales und fragiles Gut in der Demokratie. Größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten und die Werte der Demokratie dabei zu bewahren sind zentrale Aufgaben der Politik. Trotz der schrecklichen, der unmenschlichen Taten brauchen wir deshalb Besonnenheit. Aktionismus kann in dieser schwierigen Situation keine Antwort sein, ebenso falsch wäre ein Generalverdacht gegen Flüchtlinge. Beide Reaktionen würden nur der verwerflichen Logik des Terrors folgen.

Dr. Christian Schoen und Richard Illig, für Stadtratsfraktion Ansbach
Uwe Schreiner und Gabi Müllender, für die Kreistagsfraktion
Martin Stümpfig, Landtagsabgeordneter
Eva Schmid und Bernhard Schmid, für den Ortsverband Ansbach
Gabi Schaaf und Oliver Rühl für den Kreisverband

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