Fridays For Future

25.03.22 –

Heilsbronn:

Das Ziel ist: 1,5 Grad und kein Zehntel mehr!

Dafür gehen Tausende von Menschen weltweit beim „Klimastreik“ von Fridays for future auf die Straße. Auch in Göddeldorf am Amphibienzaun trafen sich Menschen am 23.3.22, um für Klimaschutz und Artenschutz zu demonstrieren. „Fridays for future“ trifft „Freitags für Frösche“.

Es gibt drei gute Gründe, den menschengemachten CO² Ausstoß drastisch zu reduzieren, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu halten.

1. Mit jedem Zehntel Grad mehr wird es schwieriger und gefährlicher mit dem vom Klimawandel ausgelösten Katastrophen wie Trockenheit, Starkregen und Hitzeperioden zurechtzukommen und zu leben.

2. Klimaschutz ist Artenschutz. Doch um die Artenvielfalt zu erhalten, braucht es noch viele weitere Maßnahmen wie zum Beispiel weniger Pestizide, Ausbau der ökologischen Landwirtschaft, mehr Blühflächen, eine bessere Biotopvernetzung und größere Biotope, die unter Naturschutz gestellt werden.

3. Der brutale Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, der Schrecken des Krieges mit Tod und Vertreibung mitten in Europa hat uns auf eine bittere Art bewusst gemacht, wie abhängig wir von russischem Öl und Gas sind. Es hat uns auch gezeigt wie abhängig wir von Despoten und menschenverachtenden Systemen sind und wie schwierig es dann wird Menschenrechte, Selbstbestimmung, Demokratie und den Frieden zu verteidigen. Das ist ein Dilemma und ein Grund mehr, schnell und zügig aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen.

Niemand kann sich hier aus der Verantwortung stehlen und auf den anderen, die Industrie oder auf die Politik zeigen. Da kann jeder etwas tun und je mehr es tun, umso wirkungsvoller wird es.

Hier eine kleine Aufzählung von kleinen bis zu großen Schritten.

Die Heizung um ein Grad senken, spart 6 % Energie. Stoßlüften statt Dauerkippen, die Heizung optimal einstellen. Alle privaten und öffentlichen Gebäude und Industriehallen dämmen und raus aus den fossilen Brennstoffen bei der Wärmeerzeugung.

Tempolimit, ja bitte. Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Fahrgemeinschaften bilden, auch mit Hilfe von whatsap Gruppen und digitalen Plattformen. Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr, Stärkung der Bahn, Güter von der Straße auf die Schiene, umweltschädliche Subventionen im Flugverkehr streichen und Kerosin besteuern.

Essen und Landwirtschaft gehören zusammen. 60 % des Getreides kommt in den Futtertrog für die Fleischproduktion und 30% der Lebensmittel landet im Müll. Hier bewusst weniger zu kaufen und achtsam damit umzugehen, spart wertvolle Rescourcen. Zusätzlich hilft es, saisonal, regional und biologisch einzukaufen.

Bei der Energiegewinnung müssen wir raus aus Kohle, Öl, Gas und Atomkraft.

Dafür müssen wir massiv die Erneuerbaren Energien ausbauen. Wind und Sonne gehören zusammen und die passenden Speicherkapazitäten dazu. Wir brauchen mehr PV- Anlagen auf den Dächern und in der Fläche. Um in Bayern auf 2 % der Fläche Windkraft bauen zu können, muss die 10 H Regelung fallen. Dezentral und als Bürgerwindrad schaffen wir es rechtzeitig die notwendigen Kapazitäten für die Energiewende aufzbauen.

Wenn alle zusammenhalten und jeder seinen Teil beiträgt, dann erreichen wir das Ziel:

„1,5 Grad und kein Zehntel mehr!“

Mit grünen Grüßen

Gabi Schaaf

 

 

(GR)

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