Flächenfraß, PFC, Lärm und die internationale Sicherheitslage

Bürgerspaziergang mit Dr. Herbert Sirois im Eichenbachtal

11.06.21 –

Ansbach/Ortsverband. 20 Bürgerinnen und Bürger waren am Freitagabend nach Untereichenbach gekommen, um mit Dr. Herbert Sirois über die Gefährdung des Eichenbachtals, die Belastungen durch den nahen US-Hubschrauberstützpunktes und die Verwerfungen im internationalen Machtgefüge zu diskutieren.

Einleitend informierte die Sprecherin der Stadtratsfraktion der Grünen, Meike Erbguth-Feldner über die Besonderheiten des Eichenbachtals: "Der Klingenweiher und das Eichenbachtal zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit und Kleinräumigkeit aus. Neben landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen existieren an vielen Stellen Biotope. Klingenweihergebiet und Eichenbachtal sind als Einheit zu betrachten, die wir als Ganzes bewahren müssen. Wir freuen uns über die unermüdlichen Aktivitäten der Bürgerinitiative 'Das Eyber KliMA', die sich ebenso wie wir Grünen dafür einsetzen." Leider sei eine mögliche Nord-Ost-Tangente und ein großes Baugebiet nicht vom Tisch. Ein Antrag auf Herausnahme der Straße aus dem Flächennutzungsplan sei von CSU, BAP, SPD, FW/Ansbacher und AFD abgelehnt worden.
Ziel der Grünen sei es, den Flächenverbrauch im Außenbereich zu begrenzen und den motorisierten Verkehr nicht durch noch mehr Straßen zu erhöhen. "Klimaschutz und Nachhaltigkeit fangen vor Ort bei uns in Ansbach an", schloss Meike Erbguth-Feldner.

Dr. Herbert Sirois bedauerte im Laufe seiner Ausführungen, dass die Kaserne nicht deutschem Recht unterliege: "Viele unserer Iokalen Probleme mit dem US-Militärstützpunkt Katterbach, allen voran in den Bereichen Lärm und Umweltbelastung, würden schon erheblich begrenzt, wenn wir endlich konsequent deutsche Rechtsstandards auf dem Stützpunkt anwenden könnten." Er fordert, dass "die Verursacherproblematik bei der PFC-Belastung endlich konsequent sowohl für das Militärgelände wie auch für dessen Umfeld durch die zuständigen Behörden aufgeklärt wird und dann der Bund seiner Verantwortung bei der Sanierung nachkommt."
Seiner Meinung nach leben wir momentan in Zeiten enormer internationaler Verwerfungen. "Faktisch wird das Zerbröckeln der internationalen Stabilität momentan nur durch die Coronakrise überlagert und verdeckt." Aus seiner Sicht wird sich die nächste Bundesregierung hier mit enormen Herausforderungen konfrontiert sehen.
Seine Schlussfolgerung: "Wir brauchen deshalb neue kreativere Mechanismen in der Friedens- und Stabilitätspolitik. Spätestens das Scheitern in Afghanistan hat gezeigt, dass die alten Rezepte nicht mehr funktionieren."

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