Fahrradtour: Biogasanlage Taubergrund

Grüne Wege führen weiter 2016

30.08.16 –

Pressemitteilung

Rothenburg. Eine technisch komplexe Biogasanlage der Firma Walter vom Leuzhof stand im Mittelpunkt der  "Grünen Wege" unter dem Motto "Nachhaltiges Wirtschaften". Veranstaltet vom Kreisverband Ansbach und begleitet vom Landtagsabgeordneten Markus Ganserer, verkehrspolitischer Sprecher der Bayerischen Grünen, folgten wir den Ausführungen von Sebastian Walter, der die Anlage von seinem Vater übernommen hat. Biogas Taubergrund produziert Wärme und Strom aus etwa 15.000 t  organischen Abfällen.  Der Großteil davon besteht aus Lebensmittelabfällen, auf Mais wird verzichtet.  Abgelaufene Milchprodukte wie zum Beispiel Joghurt werden aus ihren Verpackungen gedrückt und mit anderen Abfällen z.B. aus der Gastronomie durch ein Mühlwerk gepresst, um sie flüssig zu machen. Der nächste Schritt ist die Vorvergärung und das spätere Überleiten in zwei große Fermentier-

anlagen, deren gemeinsame Kapazität 2600 t  umfasst. Im Endlager befinden sich 2500 t. Die Verweildauer ist bei jedem Gärschritt unterschiedlich, meistens zwischen 18 und 20 Tagen.

Daraus werden dann 5.000 MWh Strom für 1.300 Haushalte erzeugt. Die Wärme, ca. 2.500.000 m³ Biogas wird von 74 Haushalten in Gebsattel abgenommen, auch das örtliche Wirtshaus und der Kindergarten sind daran angeschlossen. Als Notreserve ist eine Hackschnitzelheizung angeschlossen, falls in sehr strengen Wintern die Wärme aus der Biogasvergärung knapp würde.

Bei der Art der Abfälle wird sehr sorgfältig ausgewählt, um für einen reibungslosen und problemlosen Betrieb zu sorgen. Dem Betriebsleiter ist auch wichtig, dass  die Tanks regelmäßig gereinigt und die Flüssigkeiten und Gärreste laufend auf mögliche Schadstoffe untersucht werden. Sebastian Walter berichtete, dass genügend Abnehmer für die Gärreste zur Ausbringung auf den Äckern da sind. Eine kleinere Sparte Flüssigdünger findet regen Absatz.

Die GRÜNEN zeigten sich beeindruckt von der nun fast 20 Jahre währenden Aufbauarbeit der Vergärungsanlage und den Investitionen, die über die Jahre hinweg getätigt wurden für Erweiterungen oder Austausch vorhandener Teile wie jüngst das Mühlwerk. Gabi Müllender, Beisitzerin im Kreisvorstand und Mitglied der GRÜNEN in Rothenburg, bekräftigt: "Wenn schon Lebensmittelabfälle anfallen, dann halten wir diesen Regelkreislauf für empfehlenswert. Durch die Verstromung und Wärme plus Dünger als Nebenprodukte ist für eine effektive Energieverwertung gesorgt.".  

 

Gabi Müllender, Kreisrätin aus Rothenburg und 
Beisitzerin im Kreisvortand und
Gabi Schaaf, Kreisvorsitzende des KV Ansbach

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