Energie in Petersaurach - Zahlen, Fakten, Visionen

Bürgerinitiative vor der Gründung

24.06.22

Energie in Petersaurach – Zahlen, Fakten und Visionen
 

Im kleinen Saal des Gasthauses Krone in Petersaurach lauschten 25 Bürgerinnen und Bürger gespannt dem Vortrag von Carsten Aschoff, Klimaschutzbeauftragter und Grünes Fraktionsmitglied im Petersauracher Gemeinderat. In seinen Ausführungen zeigte er den momentanen und zukünftigen Energie- und Wärmebedarf in der Gemeinde auf. Souverän beantwortete er dabei jederzeit die Fragen aus dem Publikum oder erläuterte Einzelheiten genauer. Der Wärmebedarf unserer Gemeinde entspricht der Lieferung eines großen Öl-Lastzugs jeden Tag und jede Woche im Jahr. Bildlich entspräche dies, laut Aschoff, einer Schlange solcher Fahrzeuge aneinandergereiht von Neuendettelsau bis Petersaurach, nämlich mehr als 4 Kilometern.

Als Klimaschutzbeauftragter stellte Carsten Aschoff den Zahlen Visionen gegenüber: Wie könnte Petersaurach bei diesem Energiebedarf sich selbst energetisch versorgen? Zweifelsohne benötigt die Gemeinde als Ergänzung zur Solarenergie dazu Windenergie. Doch genau hier sähe es schlecht aus. Mit den Einschränkungen durch die Flugschneise zum Katterbacher Flugplatz und der vom Deutschen Wetterdienst bislang geplanten Errichtung eines Wetterradars auf Gemeindegebiet, das Windräder in einem Umkreis von 5 km verbietet, stünde die Gemeinde endgültig vor dem Aus für Windenergie. Dies beschränke die wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit der Gemeinde nachhaltig. Petersaurach wäre damit die Möglichkeit genommen, klimaneutral zu werden und sich von den Energiekonzernen zu emanzipieren. Finanzielle Entlastung der Kommune durch zusätzliche Einnahmen über ein Windrad auf Gemeindegebiet – sei es in Form von Bürgerenergie oder als Gewerbesteuereinnahmen, die die Gemeinde so dringend benötigte, um ihren Haushalt zu konsolidieren, wären damit ein für alle Mal verbaut.

Auch die Sanierung von Altbauten seine eine dringende Aufgabe, da diese oft nicht oder kaum isoliert seien und einen großen Wärmeverlust und zusätzlich durch veraltete Heizungen einen viel zu großen Energiebedarf hätten. Beim Klimaquartier in Wicklesgreuth setze man auf ein  zukunftweisendes Konzept eines Nahwärmenetzes: nicht mehr jedes Haus hätte seine eigene Heizung, sondern die Häuser würden durch den Anschluss an ein solches Netz geheizt. Hier gäbe es unterschiedliche Energieträger, die genutzt werden könnten und geprüft werden müssen.

Um sich energetisch unabhängig zu machen, benötige die Gemeinde zudem große Speicher, um gewonnene Energie speichern und zum richtigen Zeitpunkt wieder weitergeben zu können.

In der sich anschließenden Diskussion fanden sich spontan mehrere Bürger und Bürgerinnen, die eine Bürgerinitative gründen wollen, um Bürgerenergie in Petersaurach vorzudenken und auf den Weg zu bringen. Diese laden alle Interessierten am Donnerstag, den 14. Juli zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative in den großen Saal beim Täufer/ Gasthaus Krone ein.

Wir Grünen freuen uns über diese Initiative und stellen Euch im Anhang die Präsentation von Carsten Aschoff zum Nachlesen zur Verfügung.

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