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  • Foto: Valentin Schenk
    Foto: Valentin Schenk

Demonstration gegen Rassismus

21. Jun. 2020 –

Am 25. Mai diesen Jahres wurde der Amerikaner George Floyd brutal ermordet. Dieser Mord ist kein Einzelfall, denn eine Liste der Opfer rassistischer Polizeigewalt in den USA ist lang. Dennoch ist an dieser Tat etwas anders.

Durch diesen Mord entladen sich Rassismuserfahrungen abertausender Menschen, ein Aufschrei gegen Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt geht durch die Welt und verhallt auch in Dinkelsbühl nicht! Auch in Deutschland passieren Morde, auch in Deutschland gibt es Benachteiligung in der Arbeitswelt, bei der Wohnungssuche, Ungleichheiten bei Bildungschancen, Zuschreibungen, Stigmata und Gewalt.

Dagegen wollen wir vorgehen und deshalb hat die GRÜNE JUGEND Dinkelsbühl zu einer „Demonstration gegen Rassismus“ aufgerufen, der am gestrigen Samstag ca. 80 Dinkelsbühler*innen beigewohnt haben.

Miriam und Selina Binder sowie Joseph John-Baptist, bekannt unter dem Künstlernamen Crucial, brachten in eindrücklichen und äußert emotionalen Redebeiträgen zum Ausdruck, wie häufig sie in ihrem Leben schon in Schule, Uni, Arbeit und Privatleben mit rassistischer Diskriminierung und abwertenden Kommentaren aufgrund ihres Aussehens oder ihrer vermeintlichen Herkunft konfrontiert wurden. Sie ermutigten die Teilnehmer*innen, den Einsatz gegen Diskriminierung im Alltag fortzusetzen und Zivilcourage zu zeigen und appellierten gleichzeitig an Staat und Gesellschaft, Maßnahmen gegen strukturellen und „bürokratischen“ Rassismus zu ergreifen.

Weiterhin enthielt die Veranstaltung eine großartige musikalische Umrahmung durch vier Schüler*innen der Berufsfachschule für Musik.

Außerdem wurden, stellvertretend für die 208 Todesopfer von rassistischer Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung, die Namen einiger Mordopfer verlesen.

Gemäß strenger Corona-Auflagen trugen die Teilnehmer*innen Masken, Desinfektionsmittel stand bereit und eine Teilnehmer*innenliste lag aus. Über Markierungen am Boden und Sicherheitsdurchsagen konnte der notwendige Mindestabstand von1,5 Metern gewahrt werden.

Die Sprecher*innen der GJ bedanken sich bei allen Mitorganisator*innen und Unterstützer*innen, die die Veranstaltung möglich gemacht haben und bei der Polizei und dem Landratsamt für die gute Zusammenarbeit.

Kathi Sparrer und David Schiepek resümieren: „Es ist nicht unsere Schuld, dass wir in einem System aufgewachsen sind, in dem rassistisches Denken in uns allen wohnt und viele Menschen unter Gewalt und Diskriminierung leiden. Es ist aber ist unsere kollektive Verantwortung, Rassismus aktiv zu verlernen und couragiert gegen Diskriminierung vorzugehen.“

 

 

 

 

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