Bühne frei!

Kultur in Ansbach unterstützen.

20.05.21 –

Ansbach/Ortsverband. Wie soll es nach Corona mit der Kultur weitergehen?

Stark nach der Krise
Die Kultur und die Menschen, die sie schaffen, haben unter der Pandemie wahnsinnig gelitten. Deswegen wird es ein schweres Stück Arbeit, dass die Kulturlandschaft nach der Pandemie mit ihren monatelangen Schließungen zu neuer Lebendigkeit, Vielfalt und Reichhaltigkeit finden und Kultur und kulturelle Bildung endlich selbstverständlicher Teil der Daseinsvorsorge werden kann. Wir brauchen eine ganzheitliche (Wiederaufbau-)Strategie mit einem Fonds zum Schutz von Kultureinrichtungen vor Verdrängung und Abriss. Die öffentliche Kulturförderung soll künftig partizipativ, geschlechtergerecht, abgestimmt und nach transparenten Kriterien angelegt sein. Vor Ort in Ansbach Stadt und Land müssen wir daran arbeiten, dass professionellen wie Hobby-Kulturschaffenden Unterstützung und gute Strukturen zur Verfügung stehen. Wichtig ist dabei vor allem, Raum – zum Proben, für Aufführungen, zum kreativen Arbeiten.

Kulturschaffende und Kreative besser absichern
Die Pandemie hat gezeigt: wer von der und für die Kultur lebt, bekommt nicht die finanzielle Absicherung, die sie oder er verdient. Für eine vielfältige Kulturlandschaft braucht es aber finanzielle Grundsicherheit, die Freiräume bietet und künstlerisches und kreatives Schaffen überhautp erst ermöglicht. Kulturschaffende sollen für die Zeit der Corona-Krise mit einem Existenzgeld von 1200 Euro im Monat abgesichert werden. Dieses Existenzgeld jetzt grundsätzlich zu verankern ist in Hinblick auf erwartbare künftige Krisen elementar. Ohne finanzielle Sicherheit wird auf Dauer der kreative Nachwuchs ausbleiben und ein Brain Drain in andere Berufe stattfinden. Die Künstlersozialkasse (KSK) muss finanziell gestärkt und für mehr kreative Berufe offen werden. Bei kulturellen Werken muss für Urheber*innen eine angemessene Vergütung sichergestellt sein und es braucht eine angemessene Beteiligung insbesondere an den Gewinnen der Vertriebsplattformen.

Kultur braucht Gesellschaft. Gesellschaft braucht Kultur
Wir wollen Kultureinrichtungen stärken, damit jede*r einfachen Zugang zu ihnen hat und ihre Angebote nutzen und gestalten kann. In ländlichen Regionen wie unserer sollen Kultureinrichtungen Knotenpunkte von Begegnungen und zu sogenannten „Dritten Orten“ werden. Bei der Besetzung von Intendanzen, bei der Zusammensetzung von staatlich geförderten Kulturbetrieben, bei der Vergabe von Stipendien und Werksaufträgen und bei staatlichen Jurys wollen wir eine Quotenregelung einführen, um Geschlechtergerechtigkeit zu gewährleisten. 

Den Kulturbetrieb ökologischer machen
Last but not least: wir werden ökologisches im Kulturbetrieb nachhaltig unterstützen. Dafür wird auf Bundesebene ein „Green Culture Fonds“ als Förderinstrument eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind öffentlich geförderte Einrichtungen und Projekte sowie private Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft und der freien Szene. Aber auch vor Ort sollen Nachhaltigkeit und Ökologie feste Pfeiler der kreativen Arbeit werden.

 

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