Bahn reduziert den Untersuchungsumfang

Des einen Freud des anderen Leid!

04.09.21 –

Heilsbronn: Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an alle Bürger und Politker, die ihre Freizeit und Geld eingesetzt haben um den friedliche Protest gegen das geplante Vorhaben in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Jenseits politischer Richtung war sehr schnell eine differenzierte Argumentation aufgebaut. Auch die Kreisgruppe des Bund Naturschutzes hatte binnen weniger Tage seine ablehnende Haltung dem Heilsbronner Stadtoberhaupt und Stadtrat mitgeteilt.

Besonders seien auch die Landwirte erwähnt, die sich massiv engagiert hatten. Ohne sie wären die Demos an den 3 Standorten nicht so wirkungsvoll ausgefallen. Die Veranstaltung in Raitersaich war eine Spitzenleistung, wie man Protest in die Mitte der Gesellschaft trägt. Festivalartig doch mit großem Einsatz das Protestziel vor Augen wurde hier die gigantischen Ausmasse des Projekts durch einen Traktor-Corso bei Nacht dargestellt. Die Aktion "Wir verkaufen nicht" der Landwirte war eine deutliche Ansage, was auf die Bahn zukommen könnte.

An dieser Stelle jedoch auch den Blick über Heilsbronn hinaus mit Hilfe des Kommentars aus der Fränkischen Landeszeitung:

Kein schöner Zug

Das ICE-Werk spaltet Stadt und Land von Arno Stoffels

Über Monate hinweg polarisierte die Ankündigung der DB, im Großraum Nürnberg ein neues ICE-Werk bauen zu wollen. Außer in Feucht und Allersberg ist die Erleichterung nun groß, nachdem die Bahn festgestellt hat, dass sich alle andern Flächen aus betrieblichen Gründen nicht für das Großprojekt eignen würden. Das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig haben all die Proteste einmal mehr einen großen Widerspruch offengelegt. Zwar befürworten alle die Klima- Verkehrs- und Energiewende. Gleichzeitig werden wichtige Projekte dafür erbittert bekämpft, sobald sie vor der eigenen Haustür realisiert werden sollen. In dieser Hinsicht hat vor allem die Nürnberger Rathausspitze und die CSU-Landesregierung eine schlechte Figur gemacht. Mit Unterstützung aus der bayerischen Staatskanzlei wurde öffentlich erklärt, dass das Werk keinesfalls bei Nürnberg-Altenfurth/Fischbach entstehen wird - bevor überhaupt Untersuchungsergebnisse vorlagen. Dass sich die Stadt auch damit letztlich erfolgreich aus der Affäre gezogen hat, sorgt zu Recht für Unmut auf dem Land. Eine gute Partnerschaft innerhalb der Metropolregion sieht anders aus.

 

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