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Ansbach Unverpackt stellte sich vor

Sarah Robinson zu Gast bei den Grünen in Lichtenau

Markt Lichtenau · „Die Natur hat geniale Verpackungen erfunden, die den genießbaren Inhalt vor Verderben und Fressfeinden schützen“, so begann Sarah Robinson ihren Vortrag und hielt demonstrativ als Beispiel eine Banane hoch. Umso unverständlicher, ja gar verrückt, ist es, dass heute im Einzelhandel fast alle Produkte – auch die, welche von sich aus eine eigene natürliche „Verpackung“ mitbringen – in Plastik eingeschweißt, in eine Vielzahl von Plastiktütchen verpackt oder in Plastikbechern abgefüllt verkauft werden. Der für das kommende Jahr geplante Unverpackt-Laden in Ansbach ist das Gegenkonzept zu diesem Verpackungswahn. Vor 70 Zuhörern im Gasthaus zur Linde stellte die junge Studentin auf Einladung der Grünen ihr Konzept anschaulich vor.

11. Okt. 2019 –

Zuerst begrüßte Manfred Eschenbacher zu dem Abend und gab einen kurzen Überblick über die letzten Veranstaltungen der Grünen, die seit diesem Jahr vor Ort für die Mitbürgerinnen und Mitbürger in Lichtenau und Sachsen b.A. aktiv sind. „Der Vortrag von Sarah gehört zu einer Themenreihe, die sich am 15. November mit dem Vortrag ‚Wege aus der Plastikkrise‘ fortsetzt“, sagte Eschenbacher. Schließlich bedankte er sich für das rege Interesse der Zuhörer und übergab der Referentin das Wort.

Dass Deutschland den traurigen Titel des Verpackungsmüll-Europameisters hält, ist vielen bekannt. Sarah Robinson, die Umweltsicherung in Triesdorf studiert, berichtete dazu, welche Schwierigkeiten es macht den Bergen von Müll Herr zu werden: So haben Produzenten, Handel und Verbraucher es nur bis zu dem Zeitpunkt des Verkaufs in der Hand, Müll zu vermeiden. Danach greift das Müllmanagement, welches den angefallenen Müll entsprechend wiederverwendbar macht, recycelt, anderweitig verwertet – zum Bespiel verbrennt – oder deponieren muss, was eine teure sowie aufwändige Mammutaufgabe für die gesamte Gesellschaft ist. Für die Referentin ist deswegen das Wichtigste, in ihrem Laden Verpackungsmüll zu vermeiden. So werden Kunden im Unverpackt-Laden Lebensmittel aus Schütten in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen oder in Stofftaschen mitnehmen können. Hygiene- und Reinigungsartikel wird es ebenfalls unverpackt geben. Sie selbst als Händlerin wird bei ihrem Einkauf wiederrum auf mehrfach nutzbare Verpackungen, wie Stiegen und Boxen aus Holz, Edelstahl und Plastik setzen.

Neben der Vermeidung von Verpackungsmüll ist es ihr aber ein Anliegen, vor allen Dingen regionale und fair gehandelte Bio-Produkte zu verkaufen. Dass das möglich sein wird, berichtete die Studentin, die schon mit vielen Landwirten in der Region und auch mit spezialisierten Großhändlern Kontakt aufgenommen hat. Derzeit befindet sie sich auf den letzten Metern ihres Studiums, anschließend muss sie noch über Crowdfundig etwas Startkapital besorgen und schließlich eine geeignete Ladenfläche in Ansbach finden. Dass ihr das Gelingen wird, bezweifelte keiner der Zuhörer. Nach dem Vortrag stand Sarah Robinson noch für zahlreiche Fragen zur Verfügung und erklärte den Zuhörern ihre mitgebrachten Utensilien, zum Beispiel Verpackungen aus Bienenwachstüchern. Die Eröffnung des Unverpackt Ladens in Ansbach ist für den 1. September 2020 geplant.

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