ANregiomed - Geburtsstation Dinkelsbühl

Pressemitteilung Arbeitskreis Gesundheit und Pflege

30. Mai. 2018 –

Stadt und Landkreis. Dass die vorübergehende Schließung der Geburtsstation in Dinkelsbühl die Bevölkerung beunruhigt, ist mehr als verständlich. Dies auch deswegen, weil weitere Schließungen nicht ausgeschlossen werden können. Die Stellungnahme des MdL Dr. Bauer ist allerdings alles andere als hilfreich.
Die Geburtsstation in Dinkelsbühl ist eine reine Belegstation für deren Betrieb freiberufliche Fachärzte und Hebammen die Verantwortung tragen und insbesondere auch für die Bereitstellung des erforderli- chen Personales zu sorgen haben. Vorwürfe an die Adresse von ANregiomed und dessen Vorstand Dr. Sontheimer sind an dieser Stelle daher völlig fehl am Platze. Und die Vermutung in die Welt zu setzen, für ANregiomed sei die vorübergehende Schließung in Dinkelsbühl womöglich ein Testballon für die dauer- hafte Schließung der Geburtsstationen in Dinkelsbühl und Rothenburg, wie sie scheinbar der MdB Wein- berg geäußert hat, halten wir schlicht für unverantwortlich.

Tatsächlich liegt das Problem vor allen Dingen in der angespannten personellen Situation bei den Heb- ammen. Insofern hat der Abgeordnete Weinberg recht, wenn er den Mangel an Hebammen als das Ergeb- nis einer verfehlten Gesundheitspolitik des Bundes und des Freistaates Bayern bezeichnet. Diesem Vor- wurf schließen wir uns ausdrücklich an. Die Hebammenschulen sind zwar voll, aber viele Schülerinnen brechen die Ausbildung vorzeitig ab oder orientieren sich nach dem Examen beruflich anderweitig. Als Folge dessen sind wir mit einem kontinuierlichem Rückgang von freiberuflichen Hebammen konfrontiert. Die Gründe hierfür sind seit Jahr und Tag bekannt:

Genannt seien nur die hohen Haftpflichtversicherungskosten von z. Zt. 7600.- € im Jahr, keine Möglichkeit einer einkommensabhängigen Sozialversicherung, daraus folgend eine fehlende Attraktivität einer Teil- zeitbeschäftigung, die viele Hebammen mit Kindern gerne nutzen würden, eine völlige inakzeptable Ver- gütung der Tätigkeit der Hebammen im Bereich Wochenbett und Nachsorge und last but not least der Umstand, dass Hebammen nicht mehr als zwei Schwangere bei der Geburt betreuen und dies dann auch abrechnen können.

Völlig daneben ist die Kritik Dr. Bauers an Dr. Sontheimer, weil dieser für die nächsten Jahre eine Halbie- rung des Defizits von ANregiomed anstrebt. Täte er dies nicht dann wäre er in der Tat fehl am Platze. Im Übrigen ist die Annahme Dr. Bauers, eine signifikante Reduzierung des Defizits könne nur mit weite- rem schlichten Personalbau erreicht werden, sachlich falsch und geradezu abenteuerlich.

Der Versuch, ein Krankenhaus auf diesem Wege sanieren zu wollen, wäre zum Scheitern verurteilt.

Presseerklärung für den Arbeitskreis Gesundheit und Pflege
Gabi Müllender und Simon Mayr

Nachtrag: Die Fränkische Landeszeitung berichtete in Ihre Ausgabe vom 2.Juni kurz.

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