Unser Direktkandidat für die Bezirkstagswahl im Stimmkreis Ansbach-Süd / Weißenburg - Gunzenhausen: Sven Höfler

Sven Höfler

Bezirkstagswahl 2018, Listenplatz 12, Stimmkreis 506, Ansbach-Süd - Weißenburg/Gunzenhausen,

45 Jahre alt, 2 Söhne, Heilerziehungspfleger, wohnhaft in Merkendorf, aufgewachsen in Rothenburg o.d.T

Seit 20 Jahren arbeite ich im Bezirksklinikum Ansbach. Angefangen in der allgemeinen Psychiatrie (Aufnahmestation, akut), dann in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, bin ich nun seit über zwei Jahren im Maßregelvollzug der forensischen Psychiatrie. In dieser Zeit hat sich einiges verändert. Viele Gesundheitseinrichtungen, also Kliniken, Pflege- und Altenheime sind durch die Veränderungen in der Gesundheitspolitik mehr und mehr zu Wirtschaftsunternehmen geworden, die weg vom Patienten, hin zum Profit orientiert arbeiten müssen. Viele Pflegekräfte können die täglichen Belastungen kaum bewältigen. Ich möchte mich vor allem für bessere Arbeitsbedingungen aller Pflegekräfte in Kliniken, Heimen und sonstigen Einrichtungen einsetzen, damit Patienten bestmöglich und würdevoll versorgt werden. Denn eines ist ganz klar: Geht`s dem Personal gut, geht`s den Patienten gut! Der Bezirkstag bietet mir die Möglichkeit, diese Themen auf die Tagesordnung zu bringen, um mittel- bis langfristig ein Umdenken zu bewirken. Als GRÜNER handle ich im Sinne sozialer Gerechtigkeit und Wertschätzung.


Psychisch kranke Menschen nicht pauschal kriminalisieren

Mein Statement  zum geplanten Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (Psych-KHG)

Ohne Zweifel besteht seit langem die Notwendigkeit, das Unterbringungsgesetz von 1992 zu reformieren und grundlegend zu ändern. „Was jetzt jedoch von der CSU im Landtag als Gesetzesentwurf eingebracht wurde, lässt mich als erfahrender Mitarbeiter einer Psychiatrischen Klinik, fassungslos zurück“, so Sven Höfler. Im neuen Psych-KHG sollte es um schnelle Hilfe für die Betroffenen gehen, bei der die Selbstbestimmtheit und der Patientenwille geschützt werden.  Menschen, die psychisch erkrankt sind, brauchen Anlaufstellen, wo sie menschenwürdig und gut behandelt werden, laut Höfler. Der Gesetzesentwurf der CSU erinnert jedoch eher an unser bayerisches Maßregelvollzugsgesetz. In 32 Paragrafen befasst sich das Gesetz mit den Regelungen zur Unterbringung und in nur 4 Paragrafen geht es um Hilfe für die Kranken. Private Patientendaten, einschließlich der Diagnosen, sollen in einer zentralen Unterbringungsdatei, für öffentliche Behörden frei zugänglich, mehrjährig gespeichert werden dürfen. So stigmatisiert das geplante Gesetz die Patienten anstatt Hilfe zu leisten. Sowohl das Psych-KHG als auch das ebenfalls stark in der Kritik stehende Polizeiaufgabengesetz, beinhalten nicht hinnehmbare Eingriffe in unsere Bürgerrechte.  Bleibt zu hoffen, dass die Expert*innen Anhörung am 24.04.18 bei den Vertretern der CSU im Landtag ein Überdenken dieses Entwurfes zum Wohle aller Bürger zur Folge hat. 

Svren Höfler, Bezirkstagskandidat BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


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