Unser Direktkandidat für die Bezirkstagswahl im Stimmkreis Ansbach-Süd / Weißenburg - Gunzenhausen: Sven Höfler

Sven Höfler

Bezirkstagswahl 2018, Listenplatz 12, Stimmkreis 506, Ansbach-Süd - Weißenburg/Gunzenhausen,

45 Jahre alt, 2 Söhne, Heilerziehungspfleger, wohnhaft in Merkendorf, aufgewachsen in Rothenburg o.d.T

Seit 20 Jahren arbeite ich im Bezirksklinikum Ansbach. Angefangen in der allgemeinen Psychiatrie (Aufnahmestation, akut), dann in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, bin ich nun seit über zwei Jahren im Maßregelvollzug der forensischen Psychiatrie. In dieser Zeit hat sich einiges verändert. Viele Gesundheitseinrichtungen, also Kliniken, Pflege- und Altenheime sind durch die Veränderungen in der Gesundheitspolitik mehr und mehr zu Wirtschaftsunternehmen geworden, die weg vom Patienten, hin zum Profit orientiert arbeiten müssen. Viele Pflegekräfte können die täglichen Belastungen kaum bewältigen. Ich möchte mich vor allem für bessere Arbeitsbedingungen aller Pflegekräfte in Kliniken, Heimen und sonstigen Einrichtungen einsetzen, damit Patienten bestmöglich und würdevoll versorgt werden. Denn eines ist ganz klar: Geht`s dem Personal gut, geht`s den Patienten gut! Der Bezirkstag bietet mir die Möglichkeit, diese Themen auf die Tagesordnung zu bringen, um mittel- bis langfristig ein Umdenken zu bewirken. Als GRÜNER handle ich im Sinne sozialer Gerechtigkeit und Wertschätzung.


Umgehung- Nein Danke!

Mein Statement zur B13 Umgehung Merkendorf

Merkendorf (20.05.2018).

Die schon seit vielen Jahren von einigen Anwohnern und vom Stadtrat beführtwortete Umgehung ist Teil 1 eines Gesamtprojektes, bei dem neben Merkendorf auch in Stadeln (Muhr am See) und Schlungenhof die letzten noch vorhandenen Ortsdurchfahrten auf der B13 zwischen Ansbach und Gunzenhausen beseitigt werden sollen. Wir Grüne sind entschieden gegen dieses Projekt, da es neben der hohen Kosten auch enorm viel Hektar Land in Anspruch nehmen wird. Allein beim Abschnitt Merkendorf müssen Wiesen und landwirschaftliche Nutzflächen auf einer Strecke von ca. 2400 Meter Länge weichen. Dies entspricht einem Flächenfrass von mindestens dreieinhalb Fussballfeldern. Kommen dann noch die notwendigen Wirtschaftswege, Kreisverkehre, eine Unterführung und Lärmschutzmaßnahmen dazu, ist es noch wesentlich mehr Fläche, die durch den Bau der Ortsumgehung verloren geht. Laut der Verkehrszählungen vom Jahr 2005 im Vergleich zu 2010 hat die Belastung durch den Verkehr kaum zugenommen. Die Zahlen der Verkehrszählung von 2015 zeigen auch nur eine kleine Steigerung des Verkehrs, weshalb wir die Notwendigkeit der Umgehung nicht sehen. Natürlich haben wir Verständnis für die direkten Anwohner der B13, die auf eine Entlastung durch Verlegung der Straße hoffen. Jedoch verlagert sich das Problem dann auf andere Anwohner, die bislang freie Sicht auf die noch vorhandene Landschaft haben. Wir Grüne im

OV Merkendorf, zu dem auch Sven Höfler, Direktkandidat für die Bezirkstagswahl 2018 gehört, lehnen klar das Hauptprojekt ab, weil damit eine attraktive Ausweichroute bzw. Abkürzung von Hilpoltstein (A9) über Gunzenhausen (B466?) über Stadeln, Schlungenhof und Merkendorf, zur Anschlussstelle Ansbach (A6) entsteht und damit erst Recht eine Verstärkung des Gesamtverkehrs erreicht wird. Ein Ausbau der B13 u.a. hier in Merkendorf, aber auch in Stadeln und

Schlungenhof wie er geplant ist, führt mittelfristig zu mehr Durchgangsverkehr in unserer Region. Was uns bleibt ist Dreck und Lärm. Wir sind außerdem davon überzeugt, dass es sich bei vielen Lkws um Mautpreller handelt, die gerne bei Ansbach die Autobahn verlassen, um Richtung Eichstätt bzw. Ingolstadt Geld zu sparen. Die nun ab Juli 2018 kommende Lkw Maut auf allen Bundesstraßen, wird auch dazu bei tragen, dass der Verkehr in diesem Bereich abnimmt. Gerade in Merkendorf haben wir momentan viel Zulauf an Neubürgern, da die Einkaufsmöglichkeiten und andere strukturelle Gegebenheiten sehr positiv sind. Wir befürchten allerdings, dass durch die Umgehung auch unsere Geschäfte, die viel vom Durchgangsverkehr profitieren, negative Auswirkungen befürchten müssen. Damit ist die Versorgung, wie wir sie heute genießen, ungewiss.


Psychisch kranke Menschen nicht pauschal kriminalisieren

Mein Statement  zum geplanten Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (Psych-KHG)

Ohne Zweifel besteht seit langem die Notwendigkeit, das Unterbringungsgesetz von 1992 zu reformieren und grundlegend zu ändern. „Was jetzt jedoch von der CSU im Landtag als Gesetzesentwurf eingebracht wurde, lässt mich als erfahrender Mitarbeiter einer Psychiatrischen Klinik, fassungslos zurück“, so Sven Höfler. Im neuen Psych-KHG sollte es um schnelle Hilfe für die Betroffenen gehen, bei der die Selbstbestimmtheit und der Patientenwille geschützt werden.  Menschen, die psychisch erkrankt sind, brauchen Anlaufstellen, wo sie menschenwürdig und gut behandelt werden, laut Höfler. Der Gesetzesentwurf der CSU erinnert jedoch eher an unser bayerisches Maßregelvollzugsgesetz. In 32 Paragrafen befasst sich das Gesetz mit den Regelungen zur Unterbringung und in nur 4 Paragrafen geht es um Hilfe für die Kranken. Private Patientendaten, einschließlich der Diagnosen, sollen in einer zentralen Unterbringungsdatei, für öffentliche Behörden frei zugänglich, mehrjährig gespeichert werden dürfen. So stigmatisiert das geplante Gesetz die Patienten anstatt Hilfe zu leisten. Sowohl das Psych-KHG als auch das ebenfalls stark in der Kritik stehende Polizeiaufgabengesetz, beinhalten nicht hinnehmbare Eingriffe in unsere Bürgerrechte.  Bleibt zu hoffen, dass die Expert*innen Anhörung am 24.04.18 bei den Vertretern der CSU im Landtag ein Überdenken dieses Entwurfes zum Wohle aller Bürger zur Folge hat. 

Svren Höfler, Bezirkstagskandidat BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


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