23.07.2021 16:30 Uhr

Mehr Platz fürs Rad am Schloss!

Raddemo der Ansbacher Grünen am Freitag 23. Juli 16:30 Uhr am Schlossplatz

23.07.2021 16:30 Uhr –

Ansbach/Ortsverband. Die Klimakrise wird immer sichtbarer und es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung im "Nationalem Radverkehrsplan 3.0" Radverkehrsnetze und Infrastruktur so zu verbessern, dass mehr Leute das Rad nutzen. Leider passiert in Ansbach davon noch viel zu wenig. Auch deshalb ist die Stadt im letzten ADFC-Fahrradklimatest Ansbach erneut abgefallen und in der Notenskala auf 4,3 gelandet.

Um mehr Menschen auf das Rad zu bringen, brauchen wir mehr Sicherheit und Orientierung und dabei möglichst noch Freude am Radfahren. Verkehrsplanung muss deshalb den Rad- und Fußverkehr immer prioritär mitdenken. Weniger umweltfreundliche Verkehrsmittel sollten im Zweifel zweitrangig betrachtet werden.

Ein entscheidender Ansbacher Knotenpunkt ist der Bereich rund um das Schloss. Eine deutliche Verbesserung hier wirkt sich auf den gesamten Radverkehr in der Stadt aus. Die Raddemo am Schloss soll dieses Problem in den Fokus rücken.

An der B13 (Residenzstraße/Eyber Straße) wurden 2020 im Zentrum der Stadt Stützmauern und Geländer erneuert. Dabei wurde der Radweg auf der Südseite von Westen um 50 m bis zur Ampel verlängert und am Steg zur Orangerie der Kurvenradius etwas vergrößert. So begrüßenswert diese beiden Verbesserungen sind, so offensichtlich sind die verbliebenen Defizite.

Denn dazwischen klafft eine große Lücke in dem, was das Rückgrat von Ansbachs Radroutennetz sein sollte: Für Radelnde gibt es nicht nur keine eindeutige Wegweisung an Theater und Orangerie vorbei, es gibt auch keine Strecken, die man als Verbindung über den Schlossplatz und den Busbahnhof bezeichnen könnte.
Mit dem Verzicht auf einen Radweg parallel zur B13 wurde 2020 der Status quo wortwörtlich zementiert.

Nun werden die Straßenbeläge und Ampelquerungen der Schlosskreuzung erneuert und diese barrierefrei ausgebaut, ohne jedoch für den Radverkehr wesentliches zu verbessern: Keine Rad-Aufstellstreifen an den Ampeln von Schlossstraße und Promenade und keine langfristige Planung einer Süd-Nord-Verbindung z.B. mit Radstreifen.
Zu hoffen bleibt, dass die Überwege nicht mit Drückampeln versehen werden und die Radfahrenden die Kreuzung zukünftig in einem Zug überqueren können.

Schon lange ziert außerdem den Weg vor der Residenz ein blaues "Rad- und Fußweg"-Zeichen, das Radelnde auf diesen Bordstein zwingt, ohne eine Ableitung oder auch nur eine Absenkung am Ende zu bieten. Die Grundidee scheint, wie auch an anderen Stellen in Ansbach, dass Radelnde aus dem Weg geräumt werden und sich als Fußgänger wieder in den fließenden Verkehr eingliedern sollen. Das ist aus unserer Sicht nicht länger hinnehmbar.

Wir Grüne fordern eine bessere Berücksichtigung der Interessen der Radelnden bei Bauprojekten der Stadt und des Staatlichen Bauamtes, z. B.:

- wo möglich mehr direkte, gleichberechtigte Radwege

- zum sicheren Abbiegen Aufstellstreifen mit Zuführungen an Ampeln

- sichere Zu- und Ableitungen, wo Radwegführungen beginnen und enden

- Temporeduktion, wo Radelnde und KFZ gemeinsam auf der Straße sein müssen

- Abschaffung von unsinnigen Nutzungspflichten auf Bordsteinradwegen, vor allem die gefährliche Variante gegen die Fahrtrichtung

- ein Radroutennetz mit durchgehender Beschilderung

- keine Drückampeln

- Querungsmöglichkeiten ohne Wartezeit auf den Mittelinseln

- ausreichend überdachte Abstellmöglichkeiten, z. B. vor dem Onoldiasaal

Für diese Forderungen demonstrieren wir am 23.7. ab 16:30 Uhr mit einer Raddemo am Schlossplatz!

Datum

  • 23.07.2021 16:30 Uhr

Ort

  • Schlossplatz, 91522 Ansbach, Promenade 21

Veranstalter

  • GRÜNE Ansbach Ortsverband (OV)

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
TYPO3 und sein Logo sind Marken der TYPO3 Association.