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Volksentscheid Nichtraucherschutz PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 08 Juli 2010

Bündnispartner feiern den Erfolg des Volksentscheids und rufen zum Kneipenbesuch am 1. August auf!

Wenn ab 1. August das strikte Nichtraucherschutzgesetz in Kraft treten wird, soll der Erfolg des Volksentscheids für einen konsequenten Gesundheitsschutz nicht auf dem Rücken der Gastronomie ausgetragen werden. Daher rufen die Bündnispartner für den Volksentscheid Stadt und Landkreis Ansbach zum gezielten Besuch der Gaststätten und Kneipen auf.

Die Bündnispartner zeigen sich hoch erfreut über den positiven Ausgang des Volksentscheids. „Es ist ein großer Erfolg für die Initiative. Wir sind erleichtert, dass die Bürger und Bürgerinnen am vergangenen Sonntag ein so deutliches Signal gesetzt haben, das die Debatte um ein Rauchverbot nun endgültig beendet“, so die Sprecherin der ÖDP, Maria Hetzel. Die Sprecherin der Grünen, Eva Schmid kritisiert die massive Kampagne der Tabaklobby im Vorfeld der Abstimmung. “Die Stimmberechtigten haben sich jedoch nicht beeindrucken lassen und ganz klar für den Gesundheitsschutz und gegen die zahlreichen Ausnahmen und Schlupflöcher ausgesprochen. Der Bürger hat genug von dem ewigen Hin und Her.“

Der Erfolg des Volksentscheids ist auch ein Erfolg für die direkt ausgeübte Demokratie, so die Bündnispartner. Die Bürger haben die Gesetzgebung selber in die Hand genommen und dadurch das von der Landtagsmehrheit beschlossene Gesetz wieder außer Kraft gesetzt. Darum darf auch folgender Appell der Bündnispartner an alle – Raucher wie Nichtraucher nicht fehlen: „Genießen Sie am 1. August die rauchfreien Bars, Kneipen, Bierzelte und Discotheken!“

Im Landkreis Ansbach lag das Ergebnis knapp unter dem landesweiten Durchschnitt, aber fast alle Stimmbezirke lagen „im grünen Bereich“. Nur drei Gemeinden bildeten eine Ausnahme. Dagegen konnte in der Stadt Ansbach mit über 66 % „Ja-Stimmen“ der Landesdurchschnitt sogar übertroffen werden. Die Bündnispartner hatten auf eine etwas höhere Wahlbeteiligung in Stadt und Landkreis Ansbach gehofft. „Wir haben bis zum letzten Tag durch Infostände, Rundmails und Verteilen von Flyern versucht, möglichst viele Menschen zu informieren und zum Abstimmen zu bewegen“, so die SprecherInnen. „Die meisten Bürger waren sehr gut informiert und hatten bereits ihren festen Standpunkt zum kontroversen Thema Nichtraucherschutz. Vor allem an den zahlreichen Infoständen im Vorfeld des Volksentscheides, ging es daher letztlich nicht mehr um Meinungsbildung sondern um Mobilisierung der Wahlberechtigten.

Ansbach, den 8.7.2010
Maria Hetzel (ÖDP - Vorsitzende des Kreisverbandes Ansbach)
Eva Schmid (Bündnis 90/ Die Grünen - Stadt Ansbach)
Thomas Schmiedel (SPD - Unterbezirk Ansbach)

Besuch von Theresa Schopper PDF Drucken E-Mail
Freitag, 02 Juli 2010

Endspiel um den Nichtraucherschutz

Strahlender Sonnenschein und Aufbruchsstimmung in Ansbach: Die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Theresa Schopper, MdL, rief gemeinsam mit den Ansbacher Grünen zum Endspurt in Sachen Nichtraucherschutz auf. Mit einer überdimensionalen Zigarettenschachtel warben Theresa Schopper, die Ansbacher Landtagsabgeordnete Renate Ackermann, Stadtrat Michael Sichelstiel und Eva Schmid an einem Infostand für ein rauchfreies Bayern.„Jede Stimme zählt“, so Theresa Schopper.

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„Die Fußball-WM wird erst am 11. Juli entschieden. Für den Schutz der Nichtraucher ist bereits diesen Sonntag Endspiel. Wir werden uns in den letzten Spielminuten nicht hinten rein stellen, sondern weiter engagiert angreifen, und zwar bis zum Schlusspfiff am 4. Juli, 18.00 Uhr." Auch für Eva Schmid und Michael Sichelstiel wird es „Zeit, dass das Hin- und Her ein Ende hat. Wir Grüne sagen Ja zum konsequenten Nichtraucherschutz und zeigen der Tabaklobby die rote Karte.“ Der Zuspruch der Passanten war groß und für die Ansbacher Grünen kommt es in den nächsten Tagen nun sehr darauf an, die Leute zu bewegen, am Sonntag auch tatsächlich einen konsequenten Gesundheitsschutz zu wählen. Laut Renate Ackermann zeigen die Zahlen der Umfragen: „Es lohnt sich, am Sonntag zur Abstimmung zu gehen, denn es wird knapp. Und wir wollen die Chance, dass Bayern am 4. Juli endlich aufatmen kann, nicht vertun."

Ansbach, 1.07.2010

Altenpflege: Staatsregierung dreht der Ausbildung den Hahn ab PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 09 Juni 2010

In einem Schreiben vom 1. Juni hat das bayerische Kultusministerium den Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe angekündigt, ab dem Schuljahr 2010/2011 aufgrund steigender SchülerInnenzahlen den sog. Schulgeldausgleich von derzeit 200 € auf 100 € zu senken.

Dazu erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, bayerische Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik: Die geplante Kürzung des Schulgeldausgleichs ist ein fatales Signal für die Zukunft der Altenpflege in Bayern. Sollte Kultusminister Spaenle das nicht wieder zurücknehmen, wird den Altenpflegeschulen die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Viele Schulen könnten nicht mehr ausbilden, die Zahl der Auszubildenden würde drastisch einbrechen. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflege und der Zunahme pflegebedürftiger Menschen ist das ein Wahnsinn. Wir brauchen mehr Menschen, die diesen Beruf ergreifen wollen, nicht weniger. Wenn die schwarz-gelbe Landesregierung jetzt kurzsichtig an der falschen Stelle spart, fällt das am Ende vor allem den Pflegebedürftigen auf die Füße, für deren Versorgung noch weniger Personal bereitsteht. Die Begründung des Kultusministeriums, sie müsse die Kürzung wegen steigender Schülerzahlen vornehmen, ist ein Witz. Dieses zarte Pflänzchen des Erfolgs wird durch diese Maßnahme mit einem Handstreich zerstört. Es muss aber behutsam gepflegt werden. Kultusminister Spaenle steht zudem im Wort. Noch im Dezember 2009 hatte er in einem Schreiben zugesagt, dass wegen des großen Bedarfs an Ausbildungsplätzen keine Änderung der Bezuschussung der Berufsfachschulen geplant sei. Auch seine Partei- und Kabinettskollegin, Sozialministerin Haderthauer sollte dringend auf Minister Spaenle einwirken. Frau Haderthauer macht ja gerne vollmundige Versprechungen im Bereich der Pflege, denen selten Taten folgen. Sie kann das jetzt ändern. 

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