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2003-02-10 gegen Privatisierung von Thermoselect |
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An den Bürgermeister Herrn Hans-Werner Landshuter und den Gemeinderat von 91564 Neuendettelsau
Der Gemeinderat möge beschließen: Der Gemeinderat von Neuendettelsau spricht sich entschieden gegen eine völlige Privatisierung der im
Bau befindlichen Thermoselectanlage in Ansbach-Brodswinden aus. Er fordert die Verbandsräte des
AEV und insbesondere ihren Vorsitzenden Ralf Felber auf alles mögliche zu unternehmen um den
Bürgern Neuendettelsaus eine mögliche Schadstoffbelastung durch die Müllverbrennung und extrem
hohe Müllgebühren zu ersparen.
Begründung: Neuendettelsau liegt in Hauptwindrichtung der Thermoselectanlage. Schadstoffe wie Dioxine und
Schwermetalle sowie Feinststäube die die Anlage in großen Mengen emittiert werden mit großer
Wahrscheinlichkeit auch auf Neuendettelsau „herabregnen“. Eine mögliche Verdoppelung der
Verbrennungskapazität würde unweigerlich auch zu einer Verdoppelung der Schadstoffmengen führen.
Auch kann nach einer erfolgten Privatisierung nicht mehr ausgeschlossen werden, dass besonders
schadstoffhaltiger Müll oder sogar Sondermüll verbrannt wird.
Die laut Ralf Felber für den Fall einer Privatisierung ausgehandelten Entsorgungsgebühren sind immer
noch circa doppelt so hoch wie die Entsorgung in anderen Anlagen. Selbst wenn man Transportkosten
hinzurechnet ist es für den Bürger wesentlich billiger den Müll zum Beispiel in Nürnberg oder
Würzburg entsorgen zu lassen als bei Thermoselect.
Mit freundlichen Grüßen Rainer Keilwerth
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