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Langzeitschäden nach atomaren Unfällen gravierender als vielfach diskutiert |
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Die Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages zum 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl hat erneut unterstrichen, dass die Atomtechnologie eine unverantwortbare Risikotechnologie ist. Vor allem die Langzeitschäden des Unfalls von Tschernobyl sind einer breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, obwohl die Folgen dramatisch sind. Da die gesundheitlichen Auswirkungen der niedrig radioaktiver Strahlung, wie Krebs, Fehlbildungen oder Fehlgeburten oft erst Jahrzehnte nach der Bestrahlung sichtbar werden, zeigen sich auch die Ausmaße der Katastrophe von Tschernobyl erst allmählich. Angelika Clausen von der internationalen Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) wies auf eine aktuelle Studie hin, wonach bis heute bereits 100 000 Menschen an den Tschernobylfolgen verstorben sind. Dies läßt auch in Bezug auf Fukushima erschreckendes erwarten. Auch in Japan wird, wie damals im Wesentlichen nur auf die Gefahr einer akuten Strahlenerkrankung hingewiesen. Vorsorge vor einer Verstrahlung mit niedrigen Dosen werden, wie damals in Tschernobyl nicht getroffen. Da viele Forscher inzwischen davon ausgehen, dass der Unfall in Fukushima sogar schlimmer ist als der in Tschernobyl, müssen vor allem die Japaner, aber auch Menschen in anderen Weltregionen, mit gravierenden gesundheitlichen Schäden rechnen.
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