Weihnachtsfeier: Di., 20. Dez., 19:30 in der Goldenen Gans

Wichtige Info:

Dr. Herbert Sirois
Wahlkreiskandidat für Wahlkreis 241 Weißenburg/Gunzenhausen

Die Mitglieder der beiden Kreisverbände Ansbach und Weißenburg/Grunzenhausen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben am 06.10.2016 auf der Nominierungsversammlung in Merkendorf unser Mitglied Dr. Herbert Sirois aus Breitenau bei Feuchtwangen einstimmig zu ihrem Wahlkreiskandidat zur Bundestagswahl 2017 und für Wahlkreis 241 Ansbach-Weißenburg/Gunzenhausen gewählt.

Hier geht es zur Webseite von Herbert Sirois: http//:www.herbert-sirois.de

Zu Dr. Herbert Sirois:
Historiker, Studium in den USA, an der FAU Erlangen-Nürnberg sowie der TU Dresden. Der Referent lehrt im Fachbereich Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Neben seiner Tätigkeit als Dozent bearbeitet Dr. Sirois seit vielen Jahren sicherheitspolitische Themen in Lehre und Forschung sowie als freier Referent.

"Flüchtlingen helfen - Fluchtursachen bekämpfen" mit MdB Uwe Kekeritz am 29.02.2016, 19.30 Uhr in der Brauereigaststätte Weibsbräu in Dinkelsbühl

Wir bedanken uns bei MdB Uwe Kekeritz für seinen engagierten Vortrag zum Thema "Flüchtlingen helfen - Fluchtursachen bekämpfen". Rund 70 interessierte Gäste waren der Einladung des Ortsverbandes gefolgt.

Eindringlich und umfangreich wurden die Ursachen dargelegt, die Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen. Die Zusammenhänge zur Politik der westlichen Industrienationen sind unübersehbar: Hohe Waffenexporte liefern - im wahrsten Sinne des Wortes - die Munition für kriegerische Auseinandersetzungen. EU-Agrarsubventionen lassen Bauern in Entwicklungsländern keine Chance zur Herstellung konkurrenzfähiger Produkte. Verträge wie TTIP und CETA werden die Entwicklungsländer weiter benachteiligen. Und die Konsequenzen des hohen CO2-Ausstoßes auf den Klimawandel mit extremen Dürreperioden einerseits und Überflutungen andererseits und infolgedessen auf künftige Flüchtlingsbewegungen sind noch gar nicht abschätzbar. Eine radikale und sofortige Kehrtwende wäre erforderlich, um nicht weitere Flüchtlingsbewegungen geradezu zu provozieren! Die Politik der letzten Jahrzehnte muss jetzt entscheidend korrigiert werden! Entwicklungspolitische Maßnahmen stehen dort auf verlorenen Boden, wo an diesen Strukturen nichts geändert wird.
Vermutlich bereits deutlich mehr als die bislang geschätzten 60 Mio. Menschen sind derzeit auf der Flucht. Die allermeisten davon leben in riesigen Flüchtlingslagern im Nahen Osten ohne jegliche Perspektive. Nur ein sehr kleiner Teil davon ist bislang in Europa angekommen.

Dargestellt wurden aber auch die positiven Aspekte der Migration nach Deutschland. Staatliche Ausgaben für die Integration müssen auch immer im Zusammenhang mit den Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben durch die Migration insbesondere in einer überalternden Gesellschaft gesehen werden. Einige Gemeinden und Städte in Deutschland, wie z.B. Goslar, das sich aktiv um Flüchtlinge bemüht, hätten die Zeichen der Zeit diesbezüglich längst erkannt.

Ein herzliches Dankeschön auch an Monika Hoenen und Günter Schmidt für die umfängliche Vorstellung der Arbeit des Helferkreises Flüchtlinge! Dem riesengroßen Engagement der Bevölkerung, von Seiten der Firmen, Vereine und Bildungsträger stehe eine nach wie vor kaum vorhandene Unterstützung durch den Staat gegenüber. Umso wichtiger ist die Arbeit der Ehrenamtlichen, wie auch Kekeritz betonte und den Dank an den gesamten Helferkreis für die überaus engagierte Arbeit richtete.

In der anschließenden lebhaften Diskussion wurden insbesondere die Beiträge, die jeder Einzelne leisten kann, thematisiert. Ein bewusster Konsum nach ökologischen und sozialen Kriterien ist hier ein entscheidender Beitrag des Einzelnen, damit die Situation in den Entwicklungsländern verbessert werden kann. Auch Kekeritz bestätigte, dass die "Fair-Trade-Bewegung" immerhin schon Millionen von Bauern in Entwicklungsländern eine vernünftige Lebensgrundlage ermöglicht.

Energiewende - Top oder Flop?

mit Prof. Dr. Claudia Kemfert
Autorin, Energieökonomin

Ein rundum positives Fazit zieht der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen über ihren Informations- und Diskussionsabend mit Prof. Dr. Claudia Kemfert und MdL Martin Stümpfig zum Thema "Energiewende - Top oder Flop?" am 02.07.2015. Trotz tropischer Temperaturen waren über 160 Besucherinnen und Besucher der Einladung gefolgt. Das Timing war perfekt: Genau einen Tag nach dem sog. Berliner Energiekompromiss der Großen Koalition ging DIE deutsche Energieexpertin mit dem gefundenen Kompromiss hart ins Gericht. "Ich gratuliere zum Misserfolg", so ihre wörtliche Aussage und bezog dies in erster Linie darauf, dass mit dem Scheitern der Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke diese am Leben erhalten werden und deshalb viel zu viel Kohlestrom weiter im Netz bleiben würde. Der dringend notwendige Strukturwandel in den Kohleabbaugebieten sei durch die Lobbyarbeit der Kohlebetreiber und der Gewerkschaft IG BCE verhindert worden. Eine Reduktion des Kohlestroms hätte auch die Notwendigkeit neuer Leitungen reduziert. Weitere negative Konsequenz sei, dass durch das dadurch bedingte Steigen der EEG-Umlage der Strompreis für die Bürgerinnen und Bürger sich weiter erhöhen werde. Klar und deutlich hingegen skizzierte sie die Schritte, die notwendig wären, um die Energiewende zum Gelingen zu führen. Darauf hatte MdL Martin Stümpfig in seinem vorherigen Vortrag bereits großen Wert gelegt. Positive Beispiele aufzeigen, im Bildungsbereich ansetzen, bereits die Kleinen begeistern seien wichtige Bausteine. Harte Kritik übte er hingegen an der bayerischen Energiepolitik mit ihren ständigen Paradigmenwechseln und dem falschen Setzen von Anreizen.

Die anschließende Diskussion war äußerst lebhaft, kontrovers und vielfältig und fand fast kein Ende. Der Ortsverband freut sich über eine herausragende und perfekt gelungene Veranstaltung.

 

 

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